Montag, 21. März 2011

Die läufige Leinwand - Der amerikanische Hardcorefilm von 1970 bis 1985 - Sachbuch von Christian Keßler

Die Abbildung von Sex auf Zelluloid ist fast so alt wie das Medium selbst. Stets begleitet von heftigen Kontroversen und zensoriellen Eingriffen, haben sich Filmemacher seit über einem Jahrhundert immer wieder mit der kommerziellen Verwertung geschlechtlichen Miteinanders befaßt. Neben unvorstellbarem Ramsch entstanden so auch zahlreiche interessante Produkte, die Zeugnis ablegen von der Faszination mit dem filmgewordenen Sinnestaumel. Für viele angehende Filmemacher bot das Genre eine Möglichkeit, den Umgang mit dem Medium zu üben. Manch einem gelang der Weg nach Hollywood, andere blieben blutend am Wegesrand zurück.


Die läufige Leinwand
Der amerikanische Hardcorefilm

von 1970 bis 1985 


Sachbuch von Christian Keßler



Filmjournalist Christian Keßler widmet sich in „Die läufige Leinwand“ dem übel beleumundeten Genre des pornographischen Kinos, dem amerikanischen Pornokino der siebziger Jahre. Auf dieser Odyssee begegnet er vielen lohnenden, aber auch vielen eigentümlichen Vertretern dieser Gattung, die nicht nur Zeugnis ablegen von der Zeit, in der sie entstanden, sondern auch von den oftmals abenteuerlichen Produktionsumständen solcher Filme.

Um einen anschaulichen Eindruck von dieser vergangenen Periode der kommerziellen Filmarbeit zu vermitteln, hat sich der Autor mit Produzenten, Regisseuren und Darstellern jener Tage unterhalten. Zahlreiche Produktionen werden einer detaillierten Betrachtung unterzogen. Dabei wird deutlich, wie sehr gerade dieser Sektor des Filmschaffens mit den Normvorstellungen seiner Zeit verwoben war. Kommerzielles Kalkül und Freude am kreativen Abweichlertum waren verantwortlich für viel Ramsch, aber auch für viele Beispiele von Guerilla-Filmemacherei, wie sie heutzutage nicht mehr vorstellbar ist.


 
Über den Autor:
Christian Keßler, Jahrgang 1968, studierte Germanistik und Amerikanistik in Göttingen und Oldenburg. Seit über 15 Jahren ist er fi lmjournalistisch für das Berliner Magazin „Splatting Image“ tätig. Zudem verfaßte er zahlreiche Artikel und Interviews für andere Publikationen. Er war Mitautor des englischsprachigen Buches „Obsession – The Films Of Jess Franco“ (Berlin 1993) und verfaßte im Alleingang „Das wilde Auge“ (Meitingen 1997) und „Willkommen in der Hölle“ (Hebertshausen 2002), die von italienischen fantastischen Filmen bzw. dem italienischen Western handelten. Er arbeitet als freier Autor in Gelsenkirchen und tritt einmal monatlich im „Geheimnisvollen Filmclub Buio Omega“ vor ein cineastisch interessiertes Publikum. Er erhofft sich von „Die läufige Leinwand“ Ruhm, Reichtum und Schönheit.



Christian Keßler
Die läufige Leinwand

Der amerikanische Hardcorefilm von 1970 bis 1985
Vorwort von Bela B. Felsenheimer

280 Seiten, gebunden, farbige Abbildungen


ISBN 978-3-927795-56-3, 29,80 Euro
Website des Autors:
http://www.christiankessler.de/
Website des Verlags:
http://www.martin-schmitz-verlag.de/
Blog zum Buch:
http://cjamangoblue.blogger.de/


 Gerard Damiano (1928 - 2008)
Der amerikanischer Filmregisseur Gerard Damiano gilt als der stilvollste Regisseur des Pornochick der Siebziger. Seine bekanntesten Pornofilme sind DEEP THROAT (1972), THE DEVIL IN MISS JONES (1973) und der sadomaso Klassiker THESTORY OF JOANNA (1975).

 
Interview mit Gerard Damiano (1993):
http://cjamangoblue.blogger.de/topics/Interview%3A+Gerard+Damiano+(1993)/



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Threesome. Illustration: Annette Schulze-Kremer, ask.illu.(left) - & - Marilyn Chambers Sperm Sucking (right).
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