Mittwoch, 31. Oktober 2012

PornFilmFestival 2012 - Festivalpreise

Am Sonntagabend ging mit dem Abschlussfilm CHERRY das 7. Pornfilmfestival Berlin zu Ende. 6000 Besucher fanden in fünf Tagen den Weg ins Moviemento und sahen 105 Filme aus 23 Ländern. Vor dem Abschlussfilm wurden fünf Festivalpreise vergeben. 

PORNFILMFESTIVAL BERLIN LIFETIME ACHIEVEMENT AWARD


Wakefield Poole

Wakefiled Poole 

Zum allerersten Mal vergibt das Pornfilmfestival Berlin einen Lifetime Achievement Award aus der Überzeugung heraus, durch den Status als global einzigartiges Forum für FilmemacherInnen und interessiertes Publikum im Bereich der expliziten filmischen Auseinandersetzung mit Sexualität, den uns das Publikum und die enorme internationale Aufmerksamkeit über die Jahre verschafft hat, dazu berechtigt zu sein, ohne des Impetus der Überheblichkeit verdächtig zu werden.
Mit dem diesjährigen Preisträger Wakefield Poole eine neue Tradition zu begründen erschien uns nicht nur logisch, sondern geradezu zwingend. Nicht nur wegen seiner enormen Kreativität im Bereich des unabhängig produzierten experimentellen Hardcorefilms, mit der Wakefield Poole Standards in der schwulen Pornografie gesetzt hat, ohne die auch heute noch kein professionell produzierter schwuler Porno auskommt. Die Offenheit – manchmal vielleicht auch Naivität –, mit der er seine Projekte anging und zu Ende brachte, verdient den allergrößten Respekt, denn er tat das, was er tat, aus der inneren Überzeugung heraus, dass es getan werden musste. Ohne Versteckspiel, ohne Hintertür und in einer Zeit, in der das Einstehen für Bürgerrechte für Minderheiten noch keine politische Selbstverständlichkeit, sondern durchaus noch ein Wagnis auch für Leib und Leben war, setzte Wakefield Poole seinen richtigen Namen unter seine Filme und so sich selbst bewusst ungeschützt Lob, aber auch Anfeindungen aus. Dies macht ihn zu einem experimentellen und politischen erotischen Filmemacher, und diese Einstellung ließ ihn nicht nur zum Pionier der schwulen Pornografie werden, sondern auch zu einer Ikone im Kampf für die Rechte von Homosexuellen, Farbigen und Frauen.
Diesen Respekt und die nötige Anerkennung zum Ausdruck zu bringen, ist für uns Motivation und Verpflichtung gewesen, den Preis zu schaffen, und mit Wakefield Poole können wir uns kaum einen würdigeren Preisträger vorstellen!

The Pornfilmfestival Berlin is proud to present Wakefiled Poole with its first Lifetime Achievement Award ever! Because of the enormous local and international attention that we receive, we feel entitled to award such a prize without appearing pretentious. Over the years, the festival has become a unique and internationally acclaimed forum for the cinematic examination of sexuality for filmmakers and an interested audience.
To establish a new tradition with this year’s award winner Wakefield Poole seemed to us not only logical but downright mandatory! Not only because of his tremendous creativity when it comes to independently produced experimental hardcore films but also because Wakefield Poole set standards in gay pornography that until today professionally produced gay porn can’t do without.
The openness – sometimes maybe even naïveté – with which he approached his projects and followed them through commands the highest respect: he did what he did out of the deep conviction that it had to be done. No hiding, no back doors. And in a time when standing up for the civil rights of minorities was not at all a common political matter but indeed a risk for life and limb, Wakefield Poole signed his films with his real name and thus exposed himself deliberately to praise as well as to hostility. This makes him an experimental and political erotic filmmaker, and his attitude made him not only a pioneer of gay pornography but also an icon in the fight for the rights of homosexuals, coloured persons, and women.
It was our motivation and our duty to create this award in order to show our respect and to pay tribute, and we couldn’t think of a more worthy honoree than Wakefield Poole!
 

LIFETIME ACHIEVEMENT AWARD Wakefield Poole
WAKEFIELD POOLE war während des gesamten Festivals in Berlin persönlich anwesend. Er entwickelte in den Siebzigern die klassische Hardcore-Pornografie mit ausgefeilten Drehbüchern, experimentellen Inszenierungsformen und höchsten handwerklichem Anspruch.

WAKEFIELD POOLE was present in Berlin during the entire festival! He combined hardcore pornography with elaborated scripts, experimental styles of direction and the highest standards in cinematic workmanship. 



BEST SHORT FILM AWARD
 
BANKERS
by Antonio da Silva

Bankers by Antonio da Silva
Eine öffentliche Toilette. Banker in der Mittagspause. Eine versteckte Kamera. Ein verblüffender Film. 

A hidden camera portraits the activities of some bankers during their lunch break.

BEST SHORT FILM AWARD BANKERS (by: Antonio da Silva) überreicht von Jürgen Brüning (m).

Die Kurzfilmjury vergibt den Preis für den besten Kurzfilm an BANKERS von Antonio da Silva, der ganz ohne Worte und mit überraschenden, mit versteckter Kamera gefilmten Bildern eine verblüffende Choreographie an einem öffentlichen Ort entdeckt.

The short film jury awards the prize for the best short film to BANKERS by Antonio da Silva, discovering without words and in surprising images, filmed with a hidden camera, an astounding choreography in a public place.



BEST DOCUMENTARY FEATURE FILM AWARD

IL N’YA PAS DE RAPPORT SEXUEL  
by Raphaël Siboni


Il n'ya pas de rapport sexuel, 2011 by Raphaël Siboni

Hinter die Kulissen kommerzieller Pornoproduktionen haben wir im Programm des Pornfilmfestivals ja schon des Öfteren geschaut – aber noch nie so wie hier: IL N’Y A PAS DE RAPPORT SEXUEL ist kein konventioneller Dokumentarfilm um Vorbereitung und Durchführung eines Pornodrehs, sondern eher eine experimentelle Erkundung der absurden Zwischenräume und der toten Zeit, die sich im Verlauf der Dreharbeiten ansammeln. Statt zu kommentieren, montiert Regisseur Raphaël Siboni stoisch Beobachtungen und sammelt kleine und große Seltsamkeiten, poetische Miniaturen, enthüllende Mikrostudien der PornomacherInnen vor und hinter der Kamera. Zur Verfügung standen ihm dazu Tausende Stunden Videomaterial, die hinter den Kulissen der Produktionen des französischen Gonzo-Porno-Avantgardisten HPG entstanden sind und die Siboni zu einem einzigartigen Film verdichtete. 


Il n'ya pas de rapport sexuel, 2011 by Raphaël Siboni

A “recherche du temps perdu” behind the scenes of commercial porn productions. With this experimental collage, Siboni explores the absurd in-betweens and the lost time during porn shoots. Instead of commenting he assembles stoic observations, obscurities, poetical miniatures and unveiling micro studies that were shot during the productions of French Gonzo porn avant-gardist HPG.


BEST DOCUMENTARY FEATURE FILM AWARD
IL N’Y A PAS DE RAPPORT SEXUEL (by: Raphaël Siboni)
Die Festivalkuratoren des Pornfilmfestival Berlin vergeben den Preis für den besten Dokumentarfilm an IL N’Y A PAS DE RAPPORT SEXUEL von Raphaël Siboni für seine originelle und innovative Perspektive auf das Geschehen hinter den Kulissen kommerzieller Pornofilmproduktionen. So gelingt es ihm, absurde, komische, desillusionierende, bizarre oder poetische Augenblicke dort zu entdecken, wo niemand sonst nach ihnen sucht.

As the winner of the Pornfilmfestival Berlin Documentary Feature Film Award the festival curators chose the film IL N’Y A PAS DE RAPPORT SEXUEL by Raphaël Siboni for its original, innovative perspective on the happenings and non-happenings behind the scenes of commercial porn shootings, finding absurd, funny, disillusioning, bizarre or poetic moments where no one else would look for them.



BEST FICTION FEATURE FILM AWARD 

splitted between: The Bunny Game & Infidélité 

Sonntag, 28. Oktober 2012

Goodbye Emmanuelle - RIP Sylvia Kristel - Ein Nachruf von Count Lacoste

R.I.P. Sylvia Kristel (1952 - 2012)  
Dutch erotic film icon Sylvia Kristel has died in Amsterdam at age 60, following a long battle with cancer. Kristel was best known for her role as the title character in Just Jaeckin’s 1974 French erotic feature EMMANUELLE, and would go on to appear in several other erotic movies throughout the ‘70s and ‘80s, both in Hollywood and abroad. Alongside performers like Linda Lovelace, Marilyn Chambers, Brigitte Lahaie, and Lina Romay, Kristel has become an immortal symbol of the shift toward liberated sexuality that defined both the cinematic and social landscape of the 1970s.
The actress was hospitalized in July 2012 following a massive stroke, but had struggled with chronic illness for many years prior to the incident. A longtime drinker and smoker, Kristel was also suffering from liver cancer at the time of her death. On October 17, her agent announced publicly that Kristel had died “during the night, during her sleep". 




Goodbye Emmanuelle 


R.I.P. Sylvia Kristel 1952-2012  


Sylvia Kristel - *28.09.1952 +17.10.2012 - R.I.P.

Ein Nachruf von Count Lacoste

Tod mit 60
Große Trauer erfüllte mein Herz als ich vom Tod der niederländischen Schauspielerin Sylvia Kristel aus der Presse erfuhr. Sie starb im Alter von nur 60 Jahren in Amsterdam. Bereits 2001 war bei der schönen Schauspielerin Kehlkopfkrebs von ihren Ärztin attestiert worden. Sylvia Kristel war eine starke Raucherin.

Sylvia Kristel wurde mit EMMANUELLE (1974) zum Erotik-Star

Anmutige Emmanuelle
In meiner hormongeschwängerten Jugend, fand meine erste Begegnung mit dieser außergewöhnlichen Frau statt. Neben seichten bayrischen Lederhosenfilmen, liefen auch die Emmanuelle Filme im Spätprogramm der Privatsender, die man als heranwachsender Jüngling in den späten Achtziger Jahren natürlich nicht verpassen durfte. Die Abenteuer einer französischen Diplomatengattin, sahen über 350 Millionen Menschen auf der Welt an. Über Nacht wurde die junge Niederländerin zu einem Star. Doch der Ruhm sollte ihr kein Glück bringen, ihr Vermögen wurden von ihren Männern verprasst und diese anmutige Frau verfiel in einen Strudel von Drogen und Alkohol.


Sylvia Kristel wurde 1952 in Utrecht geboren und sammelte erste Erfahrungen als Model bevor sie den Wettbewerb von Miss TV Europe gewann. Nach ihrem Erfolg in EMMANUELLE (1974) versuchte sie ins seriöse Fach zu wechseln, doch diverse Vertragsklauseln zwangen sie zu weiteren Fortsetzungen der Emmanuelle Reihe. Emmanuelle lastete wie ein Fluch auf ihrem Leben. Laut eigener Aussage hat sie die Filme nie bereut, ohne Emanuela wäre sie eine Sekretärin geworden.

 Sylvia Kristels nackte Präsenz auf der Leinwand 
brachte bei vielen Zuschauern das Blut in Wallung.


Nackte Präsenz
Als Jugendlicher waren die Romane von Emmanuelle Arsan böhmische Dörfer für mich. Sylvia Kristels nackte Präsenz auf dem heimischen Bildschirm reichten schon aus um mein Blut in Wallung zu bringen. Wunderbar fotografierte Hochglanzerotik, eine wunderschöne Kindfrau hinter exotischen Kulissen agierend und ein wunderbarer Soundtrack rundeten das Bild damals für mich ab.

Pseudo-philosophische Betrachtungen über Erotik
Zwanzig Jahre später erwarb ich das Buch käuflich über das Internet, die buchgetreue Adaption war schon in den Siebzigern nicht möglich vor allem der alternde Erotomane Mario ist im Buch als ein lüsterner Päderast beschrieben und ergeht sich seitenweise in pseudo-philosophische Betrachtungen über Erotik. Im Netz wird kolportiert, dass der wahre Autor der Emmanuelle Reihe der französische Diplomat Louis-Jacques Rollet-Andrian ist und nicht seine thailändische Frau. In den Sechzigern gab es auch Bestrebungen seitens von De Gaulle die Romane zu verbieten. Unter Staatspräsident Pompidou war der Film wegen „mangelnder Ehrfurcht vor dem menschlichen Körper“ verboten.

Erotik pur - Sylvia Kristel überzeugt durch sinnliche Körper-Attraktion.

Sexfilm in kunstgewerblerischer Inszenierung
Auch die Kritiken über den ersten Emmanuelle Film (1974) fallen recht zwiespältig aus. Das Lexikon des internationalen Films meint dazu:
„Ein Sexfilm in kunstgewerblerischer Inszenierung, der das Elend Bangkoks als exotische Staffage mißbraucht, und seine eigentliche Absicht hinter pseudophilosophischen Ergüssen verbirgt. Allein die gediegene Kameraarbeit und die gute Besetzung unterscheiden ihn vom Gros des Genres.“

Überzeugende weibliche Hauptrolle
Aus heutiger Sicht betrachtet kann ich mir die Faszination an diesem Weichzeichner Machwerk nicht erklären. Der Plot ist recht simpel gestaltet: Gelangweilte Gattinnen von französischen Diplomaten, die vor exotischer Kulisse ihren erotischen Abenteuern nachgehen. Die unnötigen Vergewaltigungsszenen in den Filmen befriedigen schwülstige Männerphantasien und haben mit kultivierter Erotik nichts zu tun. Nur bei der Auswahl der weiblichen Hauptrolle bewies Just Jaeckin ein glückliches Händchen. 


Als naive Kindfrau Emmanuelle bleibt Sylvia Kristel ihren weltweiten Fans in Erinnerung

Perfekte Verkörperung der naiven Kindfrau
Sylvia Kristel du hast die Rolle der naiven Kindfrau Emmanuelle einfach perfekt verkörpert. Ich mochte deine Leidenschaft bei den erotischen Szenen, deinen makellosen Körper, den ich mit der Venus von Milo vergleiche. Mögest du in Frieden ruhen, du wunderschöne Frau. 

Count Lacoste  

Sylvia Kristel Farewell auf YouTube
  
 
Faszinierende Erotik 
Silvia Kristel stimuliert in ihren Erotik-Filmen die sexuelle Fantasie der Männer. Denn welcher Mann hätte nicht schon einmal davon geträumt, diese wunderschöne erotische Frau zu küssen, zu liebkosen und sich dann beim Sex mit ihr zu vereinen und sie zu befriedigen? 

In LADY CHATTERLEY'S LOVER (1981) lässt Sylvia Kristel ihren attraktiven Körper von Nicholas Clay zärtlich liebkosen.

Träume weren wahr und konventionelle, gesellschaftliche Grenzen überwunden als der Wildhüter Mellors (Nicholas Clay) mit Lady Chatterley (Sylvia Kristel) Sex hat und ihre körperlichen Begierden befriedigt.

Filmografie (Auswahl)
  • 1972: Niet voor de Poesen (C.A.T.S.)
  • 1974: Emmanuelle 
  • 1974: Die Nichte der O. (Julia – Es war nicht die Nachtigall)
  • 1975: Emmanuelle 2 (Emmanuelle L’antivierge)
  • 1976: Alice (Alice ou la dernière fugue)
  • 1977: Emmanuelle 3 (Good-bye, Emmanuelle)
  • 1979: Airport '80 - Die Concorde (The Concorde: Airport ’79)
  • 1979: Das Geheimnis der eisernen Maske (The Fifth Musketeer)
  • 1980: Die nackte Bombe (The Nude Bomb)
  • 1981: Lady Chatterley’s Liebhaber (Lady Chatterley’s Lover)
  • 1981: Zärtlich fängt die Liebe an (Private Lessons)
  • 1984: Emmanuelle 4 (Emmanuelle IV)
  • 1985: Mata Hari
  • 1985: Nachhilfe in Sachen Liebe (The Big Bet)
  • 1985: Red Heat – Unschuld hinter Gittern (Red Heat)
  • 1987: Casanova (Fernsehfilm)
  • 1987: Flucht in den Tod (The Arrogant)
  • 1989: Draculas Witwe (Dracula’s Widow)
  • 1990: Im Schatten der Sandburg (In the Shadow of the Sandcastle)
  • 1993: Emmanuelles Freundin (L’amour d’Emmanuelle)
  • 1993: Emmanuelle in Tibet (Éternelle Emmanuelle)
  • 1993: Emmanuelles Zauber (Magique Emmanuelle)
  • 1993: Emmanuelles Parfüm (Le parfum d’Emmanuelle)
  • 1993: Emmanuelle in Afrika (La Revanche d’Emmanuelle)
  • 1993: Emmanuelle in Venedig (Emmanuelle à Venise)
  • 1993: Emmanuelles Geheimnis (Le Secret d’Emmanuelle)
  • 1997: Gastons Krieg (Gaston’s War)
  • 1999: Harry Rents a Room
  • 2000: Die Unbesiegbaren 
  • 2001: Forgive me (Vergeef me)
  • 2010: Two Sunny Days
  • 2010: Die Swingmädchen (Le ragazze dello swing, Fernsehfilm)
Quelle Wikipedia


Goodbye Emmanuelle - The Ecstasy in Viewers Memory will Continue Forever.

PornFilmFestival Berlin 2012 - Interview mit Jochen Werner (PFFB Kurator)

Das Pornfilmfestival-Team freut sich über einen überwältigenden ersten Abend! Im ausverkauften Kino Moviemento wurde der Eröffnungsfilm CHRONIQUES SEXUELLES D'UNE FAMILLE D'AUJOURD'HUI von Jean-Marc Barr und Pascal Arnold dem begeisterten Publikum vorgestellt. Es folgen einige kurze, spontane Reaktionen von Zuschauern, die sich auf der Facebook Seite des PFFB geäußert haben.

In CHRONIQUES SEXUELLES ist Marie (Leila Denio) glücklich, dass sie in freier Natur von ihrem Freund Cédric (Gregory Annoni) einfühlsam und leidenschaftlich gefickt wird.



"Klasse!! Danke für diesen tollen Film! Die Menschen waren alle so weich und liebevoll, warm geschrieben, gespielt und gefilmt! Bin noch ganz erfreut darüber! schön!"
Jan Soldat (auf Facebook)


Marie (Leila Denio) und Cédric (Gregory Annoni) genießen auch sehr intime Momente während ihres gemeinsamen Sexvergnügens auf der grünen Wiese.
"Kann ich mich nur anschließen - ein wirklich liebe-voller Film. Soll noch mal einer behaupten, genre-übergreifend würde nicht funktionieren!" Maria EvK (auf Facebook) 


Nach dem Erreichen des sexuellen Höhepunktes ist es für Marie (Leila Denio) und Cédric (Gregory Annoni) sehr wichtig miteinander zu reden und ihre sexuellen Erfahrungen beim gemeinsamen Geschlechtsverkehr auszutauschen.
"Das freut mich sehr - ich finde den Film auch ganz wundervoll und warm und humanistisch. Danke allen Anwesenden für die tolle und völlig überwältigend überfüllte Festivaleröffnung!" PornFilmFestival Berlin 2012 (auf Facebook)  

Filmfestivals gibt es wie Sand am Meer. Eins, das nicht nur thematisch aus der Menge heraussticht, ist das PornFilmFestival in Berlin, das sich jedes Jahr größerer Beliebtheit erfreut. Nina Scholz von INTERVIEW hat sich mit dem Kurator des Festivals, Jochen Werner, über alte und neue Pornos, Hemmungen bei den Zuschauern und seine Filmempfehlungen unterhalten.

Interview mit Jochen Werner 

Kurator des PornFilmFestivals Berlin 


Jürgen Brüning (l) und Jochen Werner (m), zwei der vier Kuratoren auf dem diesjährigen 7. PornFilmFestival Berlin von 24. - 28. Okrober 2012

Interview: Welchen Film aus dem aktuellen Programm würden Sie jemandem empfehlen, der noch nie auf Ihrem Festival war? 

Jochen Werner: Ich denke, unser Eröffnungsfilm, "Chroniques sexuelles d’une famille d’aujourd’hui" von Jean-Marc Barr und Pascal Arnold, ist ein toller Film für jene Zuschauer, die sich ein erstes Bild vom "Pornfilmfestival" machen wollen, weil er vieles auf den Punkt bringt, für das wir auch als Festival stehen wollen: Eine entspannte, positive Haltung zu Sexualität und Körperlichkeit, die unverklemmte, aber nie obszöne Inszenierung von Sexszenen, sowie Respekt und Akzeptanz für unterschiedlichste Formen individueller Sexualität. Und weil er seine Sexszenen so wunderbar humorvoll und zärtlich und lebendig in Szene setzt, dass sie statt falscher Verschämtheit nichts als Lebensfreude ausstrahlen.

Interview: Und welchen Film empfehlen Sie jemandem, der schon seit Jahren Fan des Festivals ist?

Werner: Ich würde den langjährigen Festivalveteranen in diesem Jahr vor allem nahelegen, sich einige Filme in unserer ausführlichen Retrospektive zum "Golden Age of Porn" anzuschauen. Als Goldenes Zeitalter des Pornofilms wird eine Ära zwischen den frühen 1970er und den frühen 1980er Jahren bezeichnet, als der Pornofilm noch anderen Regeln gehorchte als heute: Pornografie war subversiv und politisch, sollte die Grenzen des Sag- und Zeigbaren erweitern und so die Tabus der bürgerlichen Gesellschaft in Frage stellen. Nicht zuletzt war es auch ein künstlerisches Experimentierfeld für junge, ambitionierte Filmemacher, die vom großen Kino träumten.

Interview: Gibt es da Regisseure oder Filme, die besonders herausstechen?

Werner: Besondere Schwerpunkte im Rahmen der Retrospektive haben wir dabei auf das Werk zweier bedeutender Regisseure der Ära gelegt: Mit vier Filmen des Heteroporno-Regisseurs Radley Metzger und fünf Filmen des Schwulenporno-Pioniers Wakefield Poole gibt es da zwei hochinteressante kleine Werkschauen. Wakefield Poole wird, auch darauf freuen wir uns sehr, sogar während des gesamten Festivals persönlich zu Gast sein. Außerdem gehen wir selbstverständlich davon aus, im Zuge dieses 70er-Jahre-Schwerpunkts den Trend zur Intimrasur im Großraum Berlin ein für allemal zu beenden. 

 




Zwei weitere Kuratoren des PornFilmFestivals Berlin: Claus Matthes (l): "Für mich haben Pornos als Teil meiner Sexualität immer eine große Rolle gespielt."  Manuela Kay (r): "Ich möchte Pornografie benutzen, um den Feminismus voranzubringen."


Interview: Wer sind ihre Ko-Kuratoren? Wie arbeiten Sie?

Werner: Unser Kuratorenteam ist nicht nur durch unsere verschiedenen sexuellen Orientierungen – zwei Schwule, eine Lesbe, ein heterosexueller Mann – divers besetzt, sondern führt auch ganz unterschiedliche Perspektiven auf die gesichteten Filme zusammen: Jürgen ist Filmproduzent und hat einen stark vom Experimentalfilm geprägten Background, Claus ist ebenfalls in der Filmproduktion tätig, Manuela ist Verlegerin und Journalistin und ich selbst komme eher aus der cinephilen Filmkritik. Diese verschiedenen Sichtweisen auf und Erwartungen an die Filme, die wir sichten, führen natürlich oft zu recht kontroversen Diskussionen. Aber sie machen, so glaube ich, auch einen wesentlichen Reiz des "Pornfilmfestival"-Programms aus, das so auch immer ein Stück weit unberechenbar bleiben wird. 

Interview: Mit welchen Vorurteilen kämpft man als Kurator eines solchen Festivals?

Werner: Ach, das hält sich eigentlich inzwischen in Grenzen. Natürlich besteht da gelegentlich Erklärungsbedarf: Wer das Festival noch nicht kennt, der verwechselt es zunächst gern mal mit einer kommerziellen Verkaufsveranstaltung wie der Venus, die ja immer im etwa gleichen Zeitraum die Stadt mit hässlichen Plakaten bepflastert. Lustig finde ich höchstens, dass ich bei Interviews oft gefragt werde, ob man denn meinen Klarnamen verwenden dürfe. Vielleicht sollte ich mir, spätestens zum zehnjährigen Jubiläum, dann doch noch ein Porno-Pseudonym zulegen …

Interview: Wie läuft die Filmsichtung ab? Was machen Sie, wenn Sie keine Brüste, keine nackte Haut und keine Penisse mehr sehen können?

Werner: Da müssen wir durch. Da wir das Festival ja ohnehin alle neben unseren eigentlichen Berufen betreiben, können wir uns zu viele längere Pausen nicht erlauben – sonst ist all die Arbeit schlichtweg gar nicht zu schaffen. Wenn das Festival dann aber Ende Oktober hoffentlich erneut mit so großem Publikumszuspruch und so wunderbarer Atmosphäre zu Ende gegangen ist, dann, da bin ich mir sicher, sind wir alle froh, auch mal wieder ein paar Filme anschauen zu können, in denen keinerlei Geschlechtsorgane vorkommen.

Interview: Wie hat sich Porno als Genre über die letzten zehn Jahre verändert?

Werner: Die Ästhetik der allermeisten kommerziell produzierten Mainstream-Pornos hat sich kaum verändert und ist noch immer genauso langweilig und unsexy wie in den zwei Jahrzehnten davor – seit dem Ende des Golden Age des Porno-Spielfilms also. Die Sichtbarkeit und Verfügbarkeit alternativer Pornografie allerdings hat sich deutlich vergrößert im Verlauf der letzten Jahre: das Web bietet Streaming- und Verkaufsplattformen für Netzwerke unabhängiger, queerer Pornomacher, und auch Plattformen wie YouPorn oder XHamster oder Tausende andere bringen, in Form des Privat-Pornos von den Menschen von nebenan, eine gewisse Form von Authentizität in die Pornografie. Die lässt die Silikon- und Solariumkörper und die gefakten Orgasmen des Kommerzpornos mitunter ziemlich alt aussehen.

Interview: Wie hat sich das Filmfestival entwickelt und verändert, seit Sie mit dabei sind?

Werner: Im letzten Jahr hatten wir so viele ausverkaufte Vorstellungen wie nie zuvor, und das Publikum zeigt sich durchweg neugierig und diskussionsfreudig. Auch das Publikumsinteresse entwickelt sich mit dem Festival spürbar weiter: Experimentellere Filme, die wir vor fünf Jahren noch für eine Handvoll Zuschauer gezeigt hätten, stoßen inzwischen auf großes Interesse eines immer aufgeschlosseneren, abenteuerlustigeren Publikums.

Interview: Sie bieten auch ein Rahmenprogramm mit Podiumsdiskussion und Workshops. Können Sie darüber etwas erzählen?

Werner: Mindestens ebenso wichtig wie das Zeigen von Filmen war uns beim Pornfilmfestival schon immer auch das Sprechen darüber. Wir wollen kein Festival sein, wo einfach nur mehr oder minder beliebig eine Reihe von Filmen läuft, und danach alle unbeteiligt wieder nach Hause gehen. 

Jochen Werner "Die Sichtbarkeit und Verfügbarkeit alternativer Pornografie hat sich in den letzten Jahren deutlich vergrößert und bringt eine gewisse Form von Authentizität in die Pornografie."

Interview: Wie schaffen Sie den Spagat zwischen dem offensichtlichen Stimulus auf der Leinwand und einem Publikum, das sich wahrscheinlich nicht wie im Pornokino benimmt?

Werner: Eine gute Frage, die aber vielleicht beim Publikum besser aufgehoben wäre als bei mir. Unsere Zuschauerinnen und Zuschauer kriegen diesen Spagat jedenfalls Jahr für Jahr bravourös in den Griff. Das ist aber auch ganz wesentlich für das Funktionieren des Pornfilmfestivals: Jede Zuschauerin und jeder Zuschauer muss sich sicher sein können, sich bei uns in einem geschützten Raum aufzuhalten, in dem es eben nicht wie im Pornokino zugeht.

Interview: Vielen Dank für das Gespräch.


Quelle Interview
http://blog.interview.de/7-Pornfilm-Festival-in-Berlin

Full programme of the PornFilmFestival Berlin 2012

PornFilmFestival Homepage

Freitag, 26. Oktober 2012

PornFilmFestival Berlin 2012 - The Golden Age of Porn - Radley Metzger & Wakefield Poole

The PornFilmFestivals Golden Age of Porn retrospective focuses on two of the essential filmmakers of the 70s: RADLEY METZGER and WAKEFIELD POOLE – the latter of which will be present during the entire festival in Berlin! They combine hardcore pornography with elaborated scripts, experimental styles of direction and the highest standards in cinematic workmanship.

PornFilmFestival Berlin 2012 

The Golden Age of Porn  

 In Wakefield Pools BIJOU (USA 1972) a construction worker (Bill Harrison) visits the mysterious sex club Bijou, where he can follow unrestrained his fantasies and enjoy masturbation as well as explore strange sexual actions.  



In Radley Metzgers THE PRIVATE AFTERNOONS OF PAMELA MANN  (USA 1975) Mrs. & Mr. Mann (Barbara Bourbon & Alan Marlowe) like to play and enjoy lots of different sexual actions.  


Radley Metzger & Wakefield Poole  

Radley Metzger
Wakefield Pool


















  


Beyond that, our two Lesbian Classics shine a light on the origins of lesbian pornography in San Francisco and Berlin, and selected classics of heterosexual and gay porn and sex films complete our program: a broad panorama of an erotic cinema that was involved in the social and sexual liberation movements of its time and was often eminently political – a cinema that set aesthetic standards which were hardly ever accomplished since.

PREFACE AND INTRODUCTION TO
RADLEY METZGER UND WAKEFIELD POOLE



In Radley Metzgers NAKED CAME THE STRANGER (USA 1975) Gilian und William Blake (Darby Lloyd Rains & Levi Richards) enjoy together explicit sex.


RADLEY METZGER
Radley Metzger is undoubtedly one of the most interesting filmmakers who decisively shaped the porn and sex films of the 70s. After we screened his probably best-known film, the highly erotic Pygmalion variation THE OPENING OF MISTY BEETHOVEN last year, we now take a closer look at the period between 1974 and 1978, in which Metzger directed hardcore porn films under the pseudonym Henry Paris.

This retrospective can be understood as a continuation of the Filmfest Oldenburg in 2010, where mostly his softcore films were presented. The four films in our retrospective show a distinct artistic handwriting, an ambition to show authentic sex on screen true, emotional, and with much space for absurd humor and surreal digressions and playfulness. Whoever enters the sensual, erotic, libertine, and libidinous world of Radley Metzger will discover the great creative potential that sex on screen actually has – if directed by ambitious and intelligent filmmmakers. All films are shown in remastered, uncensored director’s cut versions. This retrospective was made possible with the support of Radley Metzger and Distribpix Inc.

Film by RADLEY METZGER at PORN FILM FESTIVAL BERLIN
THE PRIVATE AFTERNOONS OF PAMELA MANN at Thur. 25.10. 21:45
NAKED CAME THE STRANGER
 at Fri. 26.10. 21:45
BARBARA BROADCAST
at Sat. 27.10. 21:45
MARASCHINO CHERRY at Sun. 28.10. 21:45



WAKEFIELD POOLE
An outspoken and articulate artist in a turbulent, passionate time, Wakefield Poole (born 1936) didn’t think of himself as a pornographer. He was a filmmaker who used his dance and theater background to create beautiful, erotic art films that challenged the mind. Many agreed. To others, though, Poole just made dirty movies. 1957 Poole became a member of the “corps de ballet” of the Ballet Russe de Monte Carlo, and then went on to a successful career as a dancer, choreographer, and director on TV and Broadway. From 1964 to 1968, Poole was married to performer and choreographer Nancy Van Rijn.

He is best known for his classy, visionary hardcore gay erotic films Boys in the Sand (1971) and Bijou (1972), which started the “porno chic” trend a year before Deep Throat. In 1974, Poole left New York for San Francisco, co-owned and operated the influential retail store/gallery/hair salon “Hot Flash of America”, was friends with Harvey Milk, and continued to make unique and successful erotic films, until he began a downward spiral into drug addiction. After a cocaine-fueled attempt at a Broadway comeback, Poole bottomed out, went cold turkey, and cleaned himself up.

He graduated from the French Culinary Institute at age of 50 and became a successful chef. He retired in 2003 and now lives a quiet life in northern Florida.
Wakefield Poole will be attending the festival.

Films by WAKEFIELD POOLE at PORNFILMFESTIVAL BERLIN
BOYS IN THE SAND at Wed. 24.10. 19:00
BIJOU at Thur. 25.10. 19:30
MOVING! at Fri. 26.10. 19:45
BIBLE at Sat. 27.10. 19:30
TAKE ONE at Sun. 28.10. 19:30

WAKEFIELD POOLE: BOYS IN THE SAND

Mi 24.10. 19:00  ·  S X


Boys in the Sand was the first hardcore gay film to be reviewed in “Variety” and the “New York Times”. Its amazing financial success was matched by the film’s socio-sexual influence. Shot over several weekends in Fire Island Pines, Boys in the Sand made a star out of Casey Donovan, who appears in three very hot vignettes that symbolize different aspects of gay male sexuality. Poole wanted to make a film with beautiful scenery, beautiful men, and sex that wasn’t hidden away in a dingy setting, something no other film at the time had dared.
by: Wakefield Poole
USA 1971, 72 min, int. OV



WAKEFIELD POOLE: BIJOU

Do 25.10. 19:30  ·  S X


A construction worker (Bill Harrison) witnesses a woman hit by a car. In the confusion, he steals her purse and finds an invitation to a private club named Bijou. Wakefield Poole’s second feature was just as big a hit as Boys in the Sand, but instead of the sun and sand of Fire Island, Bijou focuses on the dark. Harrison’s journey through the bizarre sexual world of Bijou is a feast of creative camera work and lighting, hot sex, and dreamlike visuals.
by: Wakefield Poole
USA 1972, 75 min, engl. OV 


http://www.pornfilmfestivalberlin.de/pffb_2012/de/wp-content/uploads/2012/10/goldenageofporn/Wakefield_Poole/bijou_X.jpg




RADLEY METZGER: 

THE PRIVATE AFTERNOONS OF PAMELA MANN

Do 25.10. 21:45  ·  H X


Metzgers first ambitious enterprise into the hardcore business, long before both the filmmakers’ budgets and their ambitions were shattered by cheap mass market productions. It’s the story of a private dick who’s specialized in relationship problems shadowing an unfaithful wife: a highly erotic film, subversive and intelligent, with complex and psychologically sound characters. Commercial porn has never been more stylish – or more cinematic!
by: Henry Paris (Radley Metzger)
with: Barbara Bourbon, Eric Edwards, Georgina Spelvin, Jamie Gillis, Sonny Landham
USA 1974, 82 min, engl. OV

 

WAKEFIELD POOLE: MOVING!

Fr 26.10. 19:45  ·   S NX D + S X

http://www.pornfilmfestivalberlin.de/pffb_2012/de/wp-content/uploads/2012/10/goldenageofporn/Wakefield_Poole/tomsgift_moving_X.jpg

Wakefield Poole’s fourth feature film was originally made for 8mm mail order, but proved so successful that it was released theatrically as well. Told in three vignettes based in homes, motels, and apartments, Moving! reunited Poole with his Boys in the Sand stars Casey Donovan and Peter Fisk, and proved highly controversial. The first episode, “House for Sale,” features an intense encounter between Casey Donovan and Val Martin around a lush pool on a Los Angeles estate. In “Rooms for Rent,” two young men share a motel shower and bed. And in the final sequence, “Apartment for Rent,” Peter Fisk materializes in an empty San Francisco apartment to initiate a young man into the pleasures of extreme sexuality.
by: Wakefield Poole
USA 1974, 63 min, engl. OV 




RADLEY METZGER: NAKED CAME THE STRANGER

Fr 26.10. 21:45  ·  H L X


Metzger’s second hardcore film is a perfect example for a swinging, intelligent, and psychologically sound sex comedy. Gillian and William host a call-in show on the radio in which they are constantly confronted with quirky callers and their weird fetishes. Their own sex life, however, seems to be suffocating under matrimonial boredom. The story bursts of hilarious ideas, great dialogues and antibourgeoise subversions!
by: Henry Paris (Radley Metzger)
with: Darby Lloyd Rains, Levi Richards, Mary Stuart
USA 1975, 85 min, engl. OV


WAKEFIELD POOLE’S BIBLE

Sa 27.10. 19:30  ·  H NX


Poole’s third film is a softcore, nudity-filled straight version of Bible stories re-imagined from the woman’s point of view. Visually sumptuous and unlike anything else film goers in the early 1970s had ever seen, WAKEFIELD POOLE’S BIBLE was a flop – rejected by both gay and straight audience, though well received by the few critics who saw it. Told without dialogue and scored with classical music, the film is a cinematic gem that is ripe for re-discovery.
by: Wakefield Poole
USA 1974, 76 min, int. OV 

http://www.pornfilmfestivalberlin.de/pffb_2012/de/wp-content/uploads/2012/10/goldenageofporn/Wakefield_Poole/wakefieldpoolesbible_X.jpg


RADLEY METZGER: BARBARA BROADCAST

Sa 27.10. 21:45  ·  H L X


Metzger’s follow-up after the huge success of THE OPENING OF MISTY BEETHOVEN: Barbara, a world-famous sexpert, is interviewed by journalist Roberta in the magnificent restaurant of a wonderfully old-fashioned luxurious hotel. During the entire interview, her presence seems to attract the most bizarre erotic escapades. And keep an eye on the background, where you don’t want to miss some wild action of grotesque humor and sizzling sensuality.
by: Henry Paris (Radley Metzger)
with: Annette Haven, C.J. Laing, Jamie Gillis, Sharon Mitchell, Zebedy Colt
USA 1977, 76 min, engl. OV 


WAKEFIELD POOLE: TAKE ONE

So 28.10. 19:30  ·  S X


Take One is a sexually explicit “docufantasy” that explores the real and reel fantasies of eight San Francisco gay men, including 70s porn favorite Richard Locke (Kansas City Trucking Company). Structured as a freewheeling film within a film, including interviews with the men before and after they enact those fantasies for the camera, Take One is Wakefield Poole’s most elaborate and sexually charged film. Take One received great reviews but quickly disappeared as gay theaters gave way to the VCR. Poole was never satisfied with the compromised cut that he and producer Edd Dundas released in 1977. Now, Wakefield Poole supervised a new cut of Take One that offers a unique and thrilling time capsule of gay men and sexuality at the end of an era.
by: Wakefield Poole
USA 1977, 87 min, engl. OV 

 http://www.pornfilmfestivalberlin.de/pffb_2012/de/wp-content/uploads/2012/10/goldenageofporn/Wakefield_Poole/takeone_X.jpg


RADLEY METZGER: MARASCHINO CHERRY

So 28.10. 21:45  ·  H L X


Metzger’s last hard core film marks also the dawning end of the golden porn era and its dreams. Clinical video images and gynaecological close-ups will soon take over and drive careful orchestrations and convincing characterizations out of porn business. Cherry’s story, too, is about the end of an era: the high society prostitute and owner of a luxuriant brothel in New York, gets visited by her younger and unexperienced sister Penny. Join us in this good-humored film for a relaxed stroll through N.Y.C in the late 70s.
by: Henry Paris (Radley Metzger)
with: Gloria Leonard, Annette Haven, C.J. Laing, Jennifer Baxter, Spaulding Gray
USA 1978, 83 min, engl. OV


Full programme of the PornFilmFestival Berlin 2012
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