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Donnerstag, 18. Oktober 2012

Chroniques sexuelle - Frankreich privat - Die sexuellen Geheimnisse einer Familie (2)

Wie gehen die verschiedenen Generationen mit dem Thema Sex um? Wie reden sie darüber und wie leben sie ihn in ihren unterschiedlichen Beziehungen? Der französische Eröffnungsfilm des diesjährigen PornFilmFestivals in Berlin greift diese Thematik auf und beantwortet sie auf sympathisch-pornografische Weise. FRANKREICH PRIVAT - DIE SEXUELLEN GEHEIMNISSE EINER FAMILIE lässt Vertreter von drei Generationen einer normalen, bürgerlichen Familie zu Wort kommen. Sie reflektieren über ihre intimen Erfahrungen. Und sie leben ihre sexuellen Wünsche und Fantasien explizit und sinnlich aus. Nacktheit wird ästehtisch präsentiert und sexuelle Handlungen werden mutig und intelligent zelebriert. Die Botschaft der Filmemacher lautet: Sex ist natürlich und schön und Sex macht Spass in jeder Lage. 

Chroniques sexuelle 

d'une famille d'aujourd'hui  


Frankreich 2012 


Die Personen und ihre Darsteller 

Die junge Generation 
Die drei Kinder der französischen Familie und ihre Freunde und Partnerinnen 

Romain 
(Mathias Melloul)
18 Jahre jung und
auf Sex-Suche 
(Erzähler)
Coralie
(Adeline Rebeillard)
Schulkameradin Romains und Wunsch-Freundin
 
Marie
(Leila Denio) 
Adoptivschwester 
von Romain

Cédric
(Grégory Annoni)
 Maries Freund
 


 
Pierre 
(Nathan Duval) 
Romains leiblicher Bruder

Maxime
(Pierre Perrier)
Florist und
Pierres Freund
Frau   
(Mailys Amrous)
Pierres Partnerin 
beim ersten
Flotten Dreier 

Mann
(Benjamin Houot)
Pierres Partner
beim  ersten
Flotten Dreier

Sébastien
(Stéphane Clerc)
Pierres Partner
beim zweiten 
Flotten Dreier  

Sophie
(Faustine Dubois)
Pierres Partnerin
beim  zweiten
Flotten Dreier


Die mittlere Generation 
Die Eltern von Romain, Marie und Pierre 


Claire
(Válerie Maes) 
Mutter


Hervé
(Stephan Hersoen)
 Vater




Die ältere Generation 
Der Großvater und seine Prostituierte



Michel
(Yan Brian) 
Großvater


Nathalie
(Laetitia Favart)
 Prostituierte




Die Filmemacher
Drehbuch, Regie, Produktion

 
Pascal Arnold 
Drehbuchautor
Regisseur 
Produzent 


Jean-Marc Barr
 Regisseur
Produzent




 Frankreich privat - 

Die sexuellen Geheimnisse einer Familie 

Familienfoto eine normalen, bürgerlichen Familie in Frankreich, anno 2012

Inhalt 
Nachdem ihr Sohn Romain (Mathias Melloul) dabei erwischt wird, wie er im Unterricht masturbiert und dies auch noch mit seinem Handy filmt, klingeln bei Mutter Claire (Valérie Maës) die Alarmglocken. Denn bislang war sie davon überzeugt, dass sie und ihr Mann Hervé (Stephan Hersoen) ihre drei Kinder total offen erzogen hätten. Doch jetzt wird ihr klar, dass sie das Thema Sex doch komplett unterdrückt hat, was sie dazu bewegt, die Familie bei einem offenen Gespräch dazu aufzufordern, mit ihrer Sexualität offen umzugehen und sich nicht dafür zu schämen, sie weiter erforschen zu wollen. Und auch, wenn weiter innerhalb der Familie nicht wirklich locker über das Thema gesprochen wird, beginnen nicht nur die Kinder Romain, Marie (Leila Denio) und Pierre (Nathan Duval), sondern auch Claire und Herve ihre Sexualität intensiver auszuleben. Und auch Hervés verwitweter Vater Michel (Yan Brian) steht dazu, dass er in seinem Alter noch Lust und Sehnsüchte hat.

Marie (Leila Denio) geniesst das Lecken ihres Freundes Cédric (Gregory Annoni).

Sexuelle Wünsche und Sehnsüchte in drei Generationen 
"Frankreich Privat – Die sexuellen Geheimnisse einer Familie" beleuchtet auf erfreulich unverkrampfte Art, wie verschiedene Generationen einer Familie mit ihrer Sexualität, ihren Wünschen, Neigungen und Gefühlen umgehen. Ob der Teenager, der noch lernen muss, was der Unterschied zwischen Lust und Liebe ist. Sein Bruder, der seine sexuelle Identität findet. Die Schwester, die erkennen muss, dass sie Liebe nicht mit Sex erzwingen kann. Die Eltern, die auch in einer gewissen Gewohnheit Erfüllung finden. Und schließlich der Großvater, der eine ganz besondere Beziehung zu einer Prostituierten (Laetitia Favart) pflegt. Jedes Mitglied der Familie ist ein sexuelles Wesen, dessen Identität, Alltag und Liebe von dem Umgang mit den ganz persönlichen Bedürfnissen geprägt wird.

Coralie (Adeline Rebeillard) entblößt langsam ihren attraktiven Körper.

Ästhetische Nacktheit und amüsante Dialoge 
Neben den sehr ästhetisch umgesetzten Sexszenen hat der Film auch ein paar sehr schöne Charaktermomente und amüsante Dialoge zu bieten. Das Gespräch zwischen Claire und ihrem verwitweten Schwiegervater etwa ist sehr emotional und nicht peinlich, was es aufgrund der Thematik leicht hätte sein können. Und wenn sie danach versucht, bei einem gemeinsamen Essen mehr über Pierres Liebesleben zu erfahren, während Hervé sich zur gleichen Zeit eher ungeschickt an einem Männergespräch mit Romain versucht, dann ist das aufgrund seiner Nähe zur Realität äußerst komisch.

Beim flotten Dreier fickt Pierre (Nathan Duval) seine Partnerin (Mailys Amrous) im Reitersitz während ihr gemeinsamer Partner (Benjamin Houot) dazu wichst.

Authentischer Sex in vielfätigen Versionen  
Was den Film seine ganz besondere Note verleiht, ist die authentische Darstellung der verschiedenen Arten von Sex. Die schüchterne Annäherung von Romain an seine Angebetete Coralie (Adeline Rebeillard) und ihre ersten zaghaften Berührungen haben so gar nichts mit der Art, in der Pierre seine Sexualität auslebt, gemein. Natürlich lässt sich in Frage stellen, ob es wirklich notwendig ist, die unterschiedlichen Liebesspiele in einer derartigen Deutlichkeit zu zeigen, die schon in der softeren FSK 16 Fassung wenig Spielraum für die eigene Fantasie lässt. Doch andererseits ist eben diese offene und unverkrampfte Darstellung von Sex nur konsequent, ist doch ein ebensolcher Umgang das eigentliche Thema des Films. Hätten die beiden Regisseure ihre Charaktere nur darüber reden lassen, hätten sie bei den Sexszenen dann aber abgeblendet oder die Figuren noch ihre Unterwäsche tragen lassen oder das Ganze züchtig unter der Decke stattfinden lassen, hätte ihnen zurecht eine gewisse Verlogenheit vorgeworfen werden können.

Die Eltern Claire (Válerie Maes) und Hervé (Stephan Hersoen) geben sich zuhause dem Liebes- und Sexspiel hin.

Unterhaltsame Mischung aus Drama, Humor und Erotik 
Auch wenn einige Szenen etwas arg geschwätzig daher kommen und es dem Film letztendlich bei aller Authentizität ein wenig an dramaturgischer Tiefe fehlt, so ist "Frankreich Privat – Die sexuellen Geheimnisse einer Familie" doch unterm Strich eine unterhaltsame Mischung aus Drama, Humor und Erotik geworden. Wer französische Arthausunterhaltung der freizügigeren Art mag, der kann sich getrost zur Familie Betrand ins Bett legen. Sehenswert!

Der verwitwete Großvater (Yan Brian) sucht Geborgenheit und sexuelle Befriedigung bei der Prostituierten Nathalie (Laetitia Favart).

Fazit - Ein unverkrampfter Blick auf die Facetten der Lust
"Frankreich Privat – Die sexuellen Geheimnisse einer Familie" ist ein mit komödiantischen Elementen aufgelockertes Erotik-Drama, das einen erfreulich unverkrampften Blick auf das Sexualleben verschiedener Generationen wirft. Von ersten Erfahrungen mit dem anderen Geschlecht über die Erkundung der eigenen Sexualität und der Aufrechterhaltung des Feuers im ehelichen Schlafzimmer bis hin zu den Bedürfnissen eines alternden Witwers werden hier alle Facetten der Lust beleuchtet. Das Ganze gibt es in einer soften, aber immer noch recht freizügigen FSK 16 Version und in einer noch expliziteren FSK 18 Fassung. Beide DVDs haben als Bonus noch einige Interviews zu bieten. Liebhaber von erotischem Kino aus Frankreich und von kurzweiligen gesellschaftlichen Sittengemälden können hier getrost einen Blick durchs Schlüsselloch riskieren.
von Sebastian Betzold

Quelle frankfurt-tipp

Das Ziel erreicht: Beim lange ersehnten ersten Sex kann Romain (Mathias Melloul) seine Freundin Coralie (Adeline Rebeillard) endlich zärtlich und liebevoll ficken.


Der Film auf DVD 

Details zur DVD:  

Frankreich privat - 
Die sexuellen Geheimnisse einer Familie  

Herstellungsland Frankreich  
Produktionsjahr 2012  

Filmlänge: ca. 76 Min (Soft Version) / 
ca. 82 Min (Uncut Version)  
Bild: 1,85:1 (anamorph / 16:9) 
Sprache: Deutsch, Französisch (DD 5.1) 
Untertitel: Deutsch  
Extras: Interviews, Trailer   

FSK: ab 16 Jahre (Soft Version) / 
keine Jugendfreigabe (Uncut Version)  

Studio: Alive - Vertrieb und Marketing/DVD 

Erscheinungstermin: 5. Oktober 2012


Soft Version (FSK 16, Laufzeit: ca. 76 Min)
http://www.amazon.de/Frankreich-Privat-sexuellen-Geheimnisse-Familie/dp/B008SKCVA6 

Uncut Version (FSK 18, Laufzeit: ca. 82 Min)
Weitere Links



Interview Pascal Arnold http://vimeo.com/14486346

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

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