Dienstag, 11. März 2014

Feminismus fickt! - Patrick Catuz fokussiert Perspektiven feministischer Pornographie

Erika Lust ist eine Film-Pionierin, die seit vielen Jahren feministische Pornografie produziert. Patrick Catuz ist Kultur und Medienwissenschaftler. Eine Freundin machte ihn auf Erika Lusts Debüt THE GOOD GIRL (2005) aufmerksam. Der pornografische Kurzfilm begeisterte den Autor und Filmemacher und weckte seine Neugier auf mehr. Einige Jahre später arbeitete er bereits mit Erika Lust in Barcelona am Dreh von CABARET DESIRE (2011) mit. In seinem Buch FEMINISMUS FICKT! (2013) hat Patrick Catuz seine praktischen Erfahrungen aus der Porno-Industrie verarbeitet und reflektiert über die Beziehung von Feminismus und Pornographie.

Patrick Catuz präsentiert das Ergebnis seiner feministischen Pornografie-Studien.


 Feminismus fickt! - 

Patrick Catuz fokussiert
 Perspektiven feministischer Pornographie


THE GOOD GIRL (2005) - 
Das Debüt von Erika Lust inspirierte Patrick Catuz. 

Feministische Pornographie
FEMINISMUS FICKT! beschäftigt sich mit einer neuen Perspektive der Porn Studies, nämlich dem ‚feminist porn’. Eine Reihe an Pornographinnen hat sich aufgemacht, die männlich dominierte Industrie herauszufordern, und das mit Erfolg. Erika Lust, Petra Joy, Tristan Taormino – sie alle erreichen eine immer größere Öffentlichkeit und setzen immer mehr Titel ab. Dabei handelt es sich um Pornofilme, die nicht nur von Frauen und (auch) für Frauen gemacht werden, sondern um Produktionen, die sich von den Gepflogenheiten der herkömmlichen Pornoindustrie deutlich unterscheiden. 

Erika Lust produziert seit vielen Jahren Frauen-Pornos, z. B. CABARET DESIRE (2011).

Praxisstudien bei Erika Lust
Patrick Catuz geht der geschichtlichen Entwicklung dieses Phänomens nach, dem Diktat der maximalen Sichtbarkeit, Sichtbarkeit als Wissen und Wissen als Macht, der Entwicklung des Kinos als visuelles Medium, der Entstehung und des Wandels des Pornokinos, bis hin zu feministischen Interventionen in diesem traditionell männlich dominierten Feld. Dabei ging in den letzten Jahrzehnten ein pornographic turn durch die feministische Bewegung: Vom Kampf gegen Pornographie, wenn nötig auch vor Gericht, hin zu feministischen Pornographinnen, welche die Industrie von innen aufmischen. Eben von diesen feministischen Produktionen weiß er aus der Praxis zu berichten, arbeitete er doch bis kürzlich bei der Pornographin Erika Lust in Spanien. 
"Feministische Pornographie ist noch ein relativ junges Phänomen und doch nur der konsequente nächste Schritt." Denn, so der Autor: „Porno ist nichts ontologisch Männliches, Frauen wurden bloß seit jeher ausgeschlossen.“ 

 Patrick Catuz begutachtet ein Highlight der LUST FILMS Barcelona:
Erika Lust's FIVE HOT STORIES FOR HER (2007).

Patrick Catuz - Autor, Kultur- und Medienwissenschaftler
Der 29-jährige Autor, Filmemacher und Kulturarbeiter Patrick Catuz lebt in Wien. Er hat in Klagenfurt (AUT) und Breslau (PL) Medien- und Kommunikations-Wissenschaften sowie Angewandte Kulturwissenschaften studiert. Zuletzt arbeitete er bei Erika Lust und LUST FILMS in Barcelona ehe er nach Wien zurückkehrte, um sich an der Universität für angewandte Kunst Wien seiner Doktorarbeit zu widmen. 

 „Neue Pornokritik in der Theorie. Feministischer Porno in der Praxis.“


Patrick Catuz mit Häschen-Vibrator aus dem Store von Erika Lust.

"Was feministischer Porno ist, kann und will ich nicht definieren. 
 Die falsche Antwort, die folgen würde, wäre schon darin begründet, die falsche Frage zu stellen.  
Die Frage muss sich danach richten, was feministische Pornographie sein könnte."


Das Buch FEMINISMUS FICKT! führt über eine Einführung zur Kulturgeschichte des pornografischen Blicks und des Sexes über die alte Pornodebatte zu den Porn Studies und filmwissenschaftlichen Überlegungen anhand konkreter Beispiele. 


FEMINISMUS FICKT!
von Patrick Catuz
LIT Verlag, Wien 2013, 216 Seiten, Preis: 19,90 Euro


Quelle: Feminismus fickt!
http://www.feminismusfickt.de/feminismusfickt/Presse.html

Weiterführende Seiten:

FL - Die Freiheitsliebe - Rezension von Mira Sigel

Feministischer Porno? - woman.at interviewt Patrick Catuz

Es gibt mehr als Cum Shots - Der Freitag interviewt Patrick Catuz

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