Mittwoch, 31. Dezember 2014

RSM Feedback - Ausgewälte Kommentare aus 5 Jahren

Am Ende des Jahres folgt noch einmal ein Blick zurück auf RSM. Im Februar wurde die Grenze von 2 Millionen Blogaufrufen überschritten. Im Juli war RSM seit 5 Jahren online. So ergibt sich jetzt eine gute Gelegenheit, einige ausgewählte Kommentare aus 5 Jahren RSM zusammenzustellen.


RSM Feedback -
Ausgewälte Kommentare aus 5 Jahren


Carre Otis & Mickey Rourke ficken bis zur Ekstase in WILDE ORCHIDEE (1989). 


Die Erwähnung von RSM in der TZ und die Charakertisierung als Blog, der auf Kunstfilme mit echtem Sex spezialiert ist, hat uns Autoren sehr gefreut.

TZ über RSM am 30.12.2013 
"Auf Kunst-Filme mit echtem Sex spezialisierter Blog Real Sex Mainstream".
Quelle
http://lust.tz.de/lust/skandal-sex-film-laeuft-erstmals-3sat-lust-tz-3291952.html

Doch zunächst der Reihe nach. Im ersten Jahr seiner Existenz 2009 gab es beim Start von RSM gleich einige inhaltlich kraftvolle Kommentare von einem der Inspiratoren.

Passion Rouge - "The Principles of Lust"

CarpeDiemFreunde am 26. August 2009

"Nomen est Omen" oder "in principio erat verbum", deine Seite startet mit einem Paukenschlag. Ein zerschmetternder und dröhnender Schlag, der die gleichgültige Perspektive und wollüstige Geilheit mit der wir Erotik filme betrachten, zerschlagen soll!

Das Ziel ist hoch gesteckt, doch die Authentizität der Themenpräsentation und Formulierung hat in dir einen wahren Mastermind gefunden.

Prinzipiell sollen solch Erotik-Szenen leidenschaftliche Sehnsucht wecken, keine Minderwertigkeitsgefühle und verborgene Träume, keine Sehnsucht die durch Beherrschung und Gewalt(Pornographie) angetrieben wird, sondern das intensive Streben nach Lust vereint mit Leben und Inhalt!

Wie du in deiner Einleitung zurecht erkannt hast, es ist und bleibt eine Illusion, ein Schauspiel - Schall und Rauch! Selbst die authentischte und excellenteste Liebes-Sexszene, bleibt ein Schauspiel, ein schlüpfen in Masken - "The Show must go on...."!

Dazu fällt mir eine Zeile von mir ein, die zu der Illusion und deinen gesteckten Zielen passt:
"Wie wirklich ist die Wirklichkeit?
Wie trügerisch die Illusion?,
gedankenlos zwischen Schall und Rauch,
untergehend im Nebel und Rausch,
einsam kämpfend und verführt von dunklen Trieben,
abseits kämpfend für das Gute im Leben (J.J 30.7.09)


In diesem Sinne, es lebe "Ars vitae"!!!
Post Skriptum: Ich danke für deinen ausführlichen Beitrag und die Erwähnung als Inspirator! "CarpeDiemFreunde"! 

Quelle

CarpeDiemFreunde am 6. September 2009

Lieber Imagination, ich danke dir für deinen ergreifenden Beitrag über meinen Kurzfilm "The Principles of Lust"!

Deine Rezension und Interpreation sind analytisch faszinierend, viele Perspektiven wurden von dir betont, die ich in dieser Form nicht wahrgenommen habe.

Als kreativer Künstler ist man während einer Videoproduktion ganz in seinem "tun" und "schaffen" verwickelt, überzeugt von der Vorstellung und dem roten Faden der Inspiration, dass einem der objektive Überblick fehlt, den du hier deutlich schilderst!

Ich danke von Herzen für die Zusammenfassung und Schilderung, und verbleibe mit harmonischen Grüßen.

Carpe Diem mein Freund,
CarpeDiemFreunde


"Die Sehnsucht nach aufrichtiger Hingabe und der Trieb nach dem Verlangen der körperlichen Einheit nennen wir Lust. Lebe Lust aber Achte die Gefahr... - Das Streben nach der Einheit, die absolute Verschmelzung innerhalb und manigfalt der Seele und des Körpers, ist einer der möglichen Wege, zu dem Sinn und der Liebe zu finden. - Lerne Lachen.... Lerne Schweben... In Liebe zum Leben... immer deiner Freiheit entgegen!"
CarpeDiemFreunde in THE PRINCIPLES OF LUST - Die Grundlagen der Lust
Grafik: Vereinigung - loderndes, schmelzendes Herz von Werner Szendi


Anonym am 10. Oktober 2009

Ich danke dir für deine eigenen Kommentare und Ergänzungen, die das ganze doch noch etwas intensiver Beleuchten! Dadurch kann sich der Leser schon einen Eindruck von der Komplexität des Stoffes machen. Mit besten Grüßen, Dries
Quelle


viagra am 27. November 2011
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Anonym am 26. Mai 2012
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Martina Gedeck & Robert Seeliger präsentieren
eindrucksvoll Liebe, Küsse und Leidenschaft in SUMMER 04

Anonym am 27. Juni 2012
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Filipe San e Danizinha Filipe San e Danizinha am 7. Dezember 2012 
Olá! 
Deliciosas postagens tem em seu blog!
Obrigado por compartilhar o nosso... 
Parabéns pelo belo blog!
Abraços! Sucesso!

Filipe's comment in a rough translation into English:
Hello!
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Thanks for sharing our ...
Congratulations on a beautiful blog!
Hugs! Success!

Filipe's Kommentar in deutscher Übersetzung:
Hallo!
Herrliche Beiträge hat dein Blog!
Danke für den Verweis auf meinen ...
Herzlichen Glückwunsch zu einem schönen, anregenden Blog!
Hugs! Weiter viel Erfolg!
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FORMWANDLER FORMWANDLER am 15. Juli 2013
Wertvolle tipps die du uns gibst, danke dafür!
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Anonym am 18. August 2013
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Anonym am 21. September 2013
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Krystan Krystan am 23. Februar 2014
Glückwunsch euch.
Ich bekomme bei eurem Blogdesigne zwar jedesmal ein wenig Augenkrebs, aber 2 Millionen Hits (von denen ich für ein paar verantwortlich bin) zeigen, dass es gut an kommt.
Viel Erfolg auch weiterhin. 
lg Krystan
Quelle
http://real-sex-mainstream.blogspot.de/2014/02/zwei-millionen-blogaufrufe.html


Anonym am 3. Juli 2014
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Juri Lee am 11. Dezember 2014 
Es gibt kaum etwas Schöneres, als einen so zärtlichen und liebevoll zelebrierten Blowjob! 
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Real Sex Mainstream - Mission & Inspiration
Francesca Neri & Liberto Rabal in LIVE FLESH - MIT HAUT UND HAAR (1997):
Nackte Körper innig verschlungen und bereit zum intimen Sex ohne Grenzen.


EXPLICIT  SEX  REFLECTION  -  LOVE  EROTISM  &  SEX
SEX  MUSS  MAN  MIT  LEIB  UND  SEELE  ZELEBRIEREN !

Jahreswechsel


Merry Christmas - Weihnachten ist vorbei
A Happy New Year - Das neue Jahr steht bevor



Aufrecht geht er ins neue Jahr, 
so standfest, wie er auch im alten war.
Die beHÜTete Eichel macht es offenbar:
Der Formwandler steht allzeit zum Greifen da!

   
Sie reckt und streckt sich nach dem Ständer,
 ganz unabhängig vom Datum und vom Kalender.
Fantasievoll spürt sie Sperma auf sich niederfließen, 
denn sie will auch im neuen Jahr mit ihm Sex genießen!



Einen guten Start ins neue Jahr
mit fantasievollen, erotische Sexspielen!

Montag, 8. Dezember 2014

Jürgen Lill - Künstler mit Leib & Seele und mit einer großen Liebe zu stilvoller Erotik

Jürgen Lill ist Schauspieler, Regisseur, Autor und Fotograf. Mit diesen künstlerischen Tätigkeiten deckt er ein breites Spektrum ab. Die Kunst ist für ihn eine BERUFUNG und nicht nur einfach ein Job. Deshalb hat er sie zu seinem Lebensinhalt gemacht. Ein wichtiger Aspekt ist ihm dabei die Liebe zu STILVOLLER EROTIK, sowohl in seinen erotischen Romanen und Kurzgeschichten, als auch Performationen als Model. Für Jürgen ist es eine MISSION, Erotik, Nacktheit und Sex stilvoll, sinnlich und vor allem ästhetisch zu präsentieren. Wenn diese Voraussetzungen erfüllt sind, agiert er mit Leib und Seele!  
In seiner Selbstvorstellung wird hinter dem äußeren Text ein Mensch mit Gefühlen und Leidenschaften sichtbar. Hier offenbart sich jemand, der das Leben und auch sich selbst hinterfragt. Tief in seinem Inneren schlägt das romantische HERZ EINES ABENTEURERS. Und das motiviert ihn dann auch, vor der Kamera blank zu ziehen und mutig und entschlossen mit vollem Körpereinsatz und mit Herzblut zu agieren. Doch seine intimen Enthüllen gehen über den Genitalbereich hinaus bis in die Fasern seiner Seele hinein. Mit allem was er tut, will Jürgen den Betrachter bewegen, zum Nachdenken oder auch zum Lachen bringen und natürlich auch provozieren. 
RSM dankt Jürgen Lill, dass er seine SELBSTVORSTELLUNG hier zur Verfügung stellt!  


Jürgen Lill –

Künstler mit Leib & Seele
und mit einer großen Liebe
zu stilvoller Erotik



Jürgen Lill

Ich habe lange überlegt, wie ich mich selbst beschreiben oder vorstellen soll. Aber ich komme immer wieder zu dem Ergebnis, dass es mir bei weitem leichter fällt, mir Geschichten auszudenken und diese zu schreiben, als mich selbst in ein Licht zu rücken, das mich interessant und großartig erscheinen lässt.
 
Die Kunst zu meinem Lebensinhalt und Beruf zu machen, war keine bewusst getroffene Entscheidung, sondern das, was es sein sollte: Berufung! Trotzdem war mein Weg ein steiniger; voller Hindernisse, Stolpersteine, Verbote, Anfeindungen und falscher Freunde.
 
Als Imagination mir angeboten hatte, mir hier in seinem Blog einen Beitrag zu widmen, hatte er als Titel „Jürgen Lill – ErotikArtist mit Leib und Seele“ vorgeschlagen. Doch das würde es nicht wirklich treffen, würde es mich als Künstler doch nur auf die Erotik reduzieren.
 
Angefangen hatte für mich alles, als ich als Kind zum ersten Mal die Karl May Filme im Fernsehen gesehen hatte. Damals ist für mich zweierlei klar geworden: Erstens dass ich Schauspieler werde und zweitens, dass ich Old Shatterhand spielen will. In dieser Zeit war ich noch weit entfernt von Erotik in jeglicher Form.

Die erste künstlerische Ausdrucksform, die ich in meiner Kindheit für mich entdeckt hatte, war das Zeichnen. Und ich denke, dass ich dabei gar nicht mal so untalentiert war. Die Motive meiner Zeichnungen waren natürlich die Helden meiner Kindheit; Old Shatterhand und Winnetou, Lederstrumpf, Tarzan …

Erst als ich schon etwas älter war, fanden auch erotische Motive, wie zum Beispiel eine barbusige Jane, Platz in meinen Zeichnungen.
 



Leider hat mich die Muse fürs Zeichnen aber verlassen, als nach der Schule der Ernst des Lebens anfing.
 
Meinen Wunsch, Schauspieler zu werden, haben meine Eltern strikt abgelehnt. Ich musste einen anständigen Beruf lernen, was mich, da ich anständigen Berufen nichts abgewinnen konnte, nicht nur Zeit gekostet, sondern auch Depressionen eingebracht hat. Eine Ausbildung als Beamter im mittleren, nichttechnischen Verwaltungsdienst ist für eine Künstlerseele pures Gift.
 
Da neben der Kunst der Sport das einzige war, was mich interessiert hat und worin ich wirklich gut war, habe ich versucht, diese beiden Interessensgebiete miteinander zu verbinden. Und so habe ich während meiner Ausbildung einen Wochenend-Grundkurs beim Stuntteam Bessing in München gemacht. Für diesen Grundkurs musste ich, wenn ich mich recht erinnere, 200,- DM bezahlen. Aber nach diesem Kurs wurde ich sofort von dem Team übernommen. Und so bin ich auf diesem Umweg zumindest in die Nähe dessen gekommen, was ich sein wollte. Das regelmäßige Training und erste kleine Auftritte als Stuntman in der Serie „Der Fahnder“ oder in Filmen wie „Die Schokoladenschnüffler“ und „Zoning“ haben mir meine Beamtenzeit zumindest ein bisschen erträglicher gemacht.
 
Nach meiner Berufsausbildung hat der Wehrdienst gerufen. Diesen habe ich in der Marinefernmeldeschule in Eckernförde absolviert. Dort war ich dann immerhin erster Tenor im Marine-Shanty-Chor „Die blauen Jungs von Eckernförde“. Das war mein erster und leider auch fast einziger Kontakt zur Musik. Danach habe ich nur noch im Staatstheater am Gärtnerplatz in München, wo ich einige Zeit als Kleindarsteller gejobbt habe, in „Cabaret“ im Chor gesungen. Alle selbst geschriebenen Lieder und Melodien singe, pfeife oder summe ich nur in der Badewanne, wo mich hoffentlich niemand hört.
 
Nach dem Wehrdienst habe ich privat Schauspielunterricht bei Helmut Rings genommen. Und gleichzeitig habe ich mit ein paar Freunden/Trainingspartnern das Stuntteam Bavaria gegründet. Ich selbst war vor allem auf Kämpfe/Kampfchoreographien spezialisiert. Und nach unserer ersten eigenen Stuntshow kam ein Wrestler auf mich zu und hat mir angeboten, mich als Wrestler aufzubauen. Leider habe ich damals diese Chance nicht erkannt und das Angebot deshalb abgelehnt. Stunts waren für mich ja auch immer nur Mittel zum Zweck, Schauspieler zu werden. Und so habe ich auch bald angefangen, für unsere Stuntshows kleine Rahmenhandlungen zu schreiben.
 
Mit meinem Schauspiellehrer habe ich zu dieser Zeit eine kleine Theatergruppe gegründet, mit der wir auf kleinen und kleinsten Bühnen in und um München mit unserem „Theaterabend mit drei Einaktern von Thornton Wilder“ aufgetreten sind. Meine Rolle war dabei die des Arhur in „Liebe und wie man sie heilt“.
 
Nebenbei habe ich auch angefangen, als Komparse zu jobben. Das habe ich gemacht, bis ein Regisseur mir geraten hat, das nicht zu tun, wenn ich als Schauspieler weiterkommen will. Und er hatte natürlich Recht damit.
 
1991 war ich zum ersten Mal für eine ganze Saison als Stuntman engagiert. Als City - Marshal Johnny Walker habe ich in der Westernstadt „No Name City“ in Poing beim täglichen Banküberfall nicht nur die Hauptrolle gespielt, sondern ich habe auch das Buch für die Show geschrieben, war für die Kampf- und Stuntchoreographie verantwortlich und habe die Regie übernommen. Das war ein großer Schritt in die Richtung, in die ich wollte. Im nächsten Jahr war ich dann im „Fränkischen Wunderland“ in Plech für die Stuntshows engagiert. Und gleichzeitig kamen auch die ersten kleinen Rollen bei Film und Fernsehen.
 
Mit Peter Bechtel, der einige Jahre nach mir in der Funktion des Fotografen in „No Name City“ beschäftigt war, habe ich dann angefangen, Kostümfotos (überwiegend natürlich im Westerngenre) zu machen. Damit fing die Fotografie an, ebenfalls in den Bereich der gestalterischen Kunst zu wandern. Fotografiert hatte ich bereits seit meiner Kindheit. Aber vorher hatte ich eben nur fotografiert, was da war. Ich habe die Motive nicht selbst entworfen oder gestaltet. Das hat erst mit der Modelfotografie begonnen, die ich auf diese Weise vor und hinter der Kamera kennengelernt habe. Mit meinen ersten Freundinnen habe ich auch die ersten Versuche in Richtung Aktfotografie gemacht.
 
Als Stuntman folgten Auftritte in „Comedian Harmonists“ (als SA-Schläger) und in „Asterix & Obelix gegen Caesar“ (als Elefantenreiter). 1996 und 1998 war ich dann in Nebenrollen und als Stuntman bei den Störtebeker Festspielen auf Rügen engagiert.
 
1999 ist mir zum ersten Mal eine Rolle bei den Karl May Festspielen in Weitensfeld / Österreich angeboten worden; allerdings nur eine Nebenrolle. Die hatte ich aber abgelehnt. Ich war in diesem Jahr auf der DSA, auf der Deutschen Schauspieler Akademie in München. Das war eine vom Arbeitsamt finanzierte Weiterbildungsmaßnahme für Schauspieler, die mir unheimlich viel Spaß gemacht und auch viel gebracht hat. Ich habe auf dieser Schule ein paar eigene Kurzfilme realisiert und dabei Buch, Regie, Kamera, Kampfchoreographie, Hauptrolle und Schnitt übernommen. Es war einfach gut, weil die Möglichkeiten, die Ausrüstung und auch die arbeitswütigen Schauspielkollegen und –kolleginnen da waren. In dieser Zeit ging es dann auch los, dass ich angefangen habe, für Schauspieler/innen und Models Bewerbungs- und Sedcardfotos zu machen. Ich wurde sogar von einer Agentur engagiert, um Models in deren eigenem Studio zu fotografieren. Und immer öfter habe ich auch Teilakt- und Aktaufnahmen gemacht.
 
Außerdem habe ich in dieser Zeit auch angefangen, selbst zu modeln. Gelegentlich war ich für erotische Fotostories zum Beispiel in der „Coupé“, in der „Blitz-Illu“ und in anderen Magazinen zu sehen. Einmal war ich sogar für eine ganze Woche auf Lanzarote engagiert, wo ich zusammen mit dem französischen Model Nataly Dune für „Eye-Press“ vor der Kamera gestanden habe.
 



Viele der dabei entstandenen Bilder sind über Bildagenturen dann ebenfalls in den einschlägigen Erotikmagazinen erschienen. Außerdem war ich auch einige Male in Kalendern zu finden.
 



Mit Nataly habe ich dann noch einige Male zusammengearbeitet. 




Wir waren mehrmals gemeinsam in Paris und haben unter anderem für Fotografen wie Christophe Mourthe vor der Kamera gestanden. Leider habe ich aber von diesen Bildern niemals welche bekommen. Aufgehört hat diese Zusammenarbeit, weil Nataly sich komplett auf die Hardcore-Schiene verlegt hat. Ich wollte aber noch als richtiger Schauspieler weiter Karriere machen und habe eben auch für mich herausgefunden, dass ich mich in der Pornobranche nicht wohl fühle. Christophe Mourthe ist ein großartiger Künstler! Aber bei einigen anderen Shootings und Dreharbeiten, die ich mit Nataly gemacht hatte, war trotz einer so wunderschönen Partnerin nichts mehr von der Erotik und von der Ästhetik zu spüren, die ich einfach brauche.
 



Neben der DSA, dem Fotografieren und dem Modeln habe ich 1999 zusammen mit Peter Bechtel auch noch den Dokumentarfilm „Stiere, Pferde, Gipsy Queens – Impressionen einer Reise in die Camargue“ über das jährliche Zigeunertreffen in St. Marie de la Mer in Südfrankreich gedreht.
 
2000 habe ich die Hauptrollen in einigen Kurzfilmen gespielt, bevor ich im Sommer bei den Karl May Festspielen in Weitensfeld in „Der Schatz der Azteken“ als Dr. Karl Sternau meine erste richtige Hauptrolle auf der Bühne gespielt habe. Dabei kam mir meine langjährige Stunt- und Kampferfahrung natürlich sehr zugute. Und wie in den meisten folgenden Engagements auf Freilichtbühnen, war ich in diesem Jahr auch für die Kampfchoreographien verantwortlich.
 
Etwa zu dieser Zeit habe ich auch mein erstes Drehbuch geschrieben, für das ich zwar gute Kritiken bekommen habe, für das ich aber trotzdem nicht die Produktionsfirma finden konnte, in deren Produktionsprofil der Stoff (ein Actionkrimi mit einer guten Portion Erotik) passt.
 
Auch meine nächsten beiden Drehbücher für abendfüllende Spielfilme (Robin Hood und Winnetou) sind bislang unverfilmt. Leider ist es auch und besonders in dieser Branche so, dass die richtigen Kontakte / Beziehungen weitaus wichtiger sind, als die Qualität.
 
2002 habe ich dann in „Unter Geiern“ zum ersten Mal Old Shatterhand gespielt. Leider hat sich mein Winnetou, den ich selbst an die Bühne vermittelt hatte, als die größte männliche Diva herausgestellt, die ich jemals erlebt habe. Vorher nur einmal als Komparse aufgetreten und plötzlich Starallüren, Lügen und Intrigen ohne Ende.
 
In den nächsten Jahren hat die wohl schlimmste Zeit meines Lebens begonnen. 2003 hat meine Mutter Krebs bekommen. Und 2004 ist sie gestorben.
 
Da war ich froh, dass ich 2005 ganz kurzfristig die Chance bekam, wieder auf einer Freilichtbühne zu spielen. Da die erste Besetzung der Rolle während der Proben abgesprungen ist, durfte ich den
 
Aramis in „Die Drei Musketiere“ bei den Klosterfestspielen in Boitzenburg spielen. Allerdings hatte ich bis zur Premiere noch immer keinen Vertrag. Und da der Intendant sich strikt geweigert hat, einen Vertrag, der den vorher getroffenen Absprachen und Zusagen entsprochen hat, zu unterschreiben und ich mir nicht leisten konnte, draufzuzahlen, bin auch ich nach dem Premierenwochenende und nur drei gespielten Vorstellungen aus der Produktion ausgestiegen.
 
2006 habe ich beim Piraten Open Air Theater in Grevesmühlen (POA) einmal auf die Seite der Bösen gewechselt. Als Commodore Smith war ich der Gegenspieler des Helden. In diesem Jahr bin ich langsam wieder aufgelebt, da die Proben- und Spielzeit sehr viel Spaß gemacht haben und ich von allen Seiten sehr viel positives Feedback bekommen habe. Obwohl ich in diesem Jahr nicht als Kampfchoreograph engagiert war, habe ich darauf bestanden, meine eigenen Kämpfe selbst zu choreographieren. Das Ergebnis davon war, dass auch andere Darsteller, die in ihren Rollen kämpfen mussten, mich gebeten hatten, sie darin zu unterstützen. Auch die zwei Damen vom Kostüm, die für einen Auftritt außerhalb des Theaters einen Kampf einstudiert haben, habe ich unterstützt. Die beiden haben in diesem Jahr mit ihrem Auftritt auf der RingCon, Deutschlands größter Fantasy Convention in Bonn den „Best Performance Award“ gewonnen. Congratulations!
 
Außerdem habe ich von mir selbst Fotos im Kostüm gemacht, da es von Seiten des Theaters keine brauchbaren Bilder gab und man als Schauspieler immer auf gutes Material angewiesen ist. Die beiden Damen vom Kostüm waren dann auch die ersten, von denen ich Fotos in ihren eigenen Kostümen als ‚Corsarinnen von Umbar‘ gemacht habe. Und nachdem die beiden die Fotos einigen Kollegen im Theater gezeigt hatten, kamen plötzlich Anfragen von allen Seiten nach Shootings. Aber so schön diese Anerkennung zuerst war; sie hat mir letztendlich nur einen mehr als fünf Jahre andauernden Urheber-Rechtsstreit eingebracht.
 
2007 habe ich dann bei den Winnetou Festspielen in Winzendorf / Österreich noch einmal den Old Shatterhand gespielt. Aber nach einem Unfall durch ein laut Pferdepsychologin bühnenuntaugliches Pferd kam dann das große Aus. Obwohl ich laut Vertrag versichert gewesen wäre, habe ich absolut nichts bekommen. Gebrochene Hüfte, monatelang im Krankenhaus, fast ein Jahr an Krücken – und der Abrutsch in Hartz4.
 
Seither konnte ich als Schauspieler nicht mehr Fuß fassen. Ein paar Auftritte als Hercules in der ‚Xena Life Action Show‘ in Wien, mein eigenes kleines (8 Minuten) Stück „The Pickpocket and the Highwayman“ auf der RingCon 2010 in Bonn, eine Episodenrolle in „Das bayerische Jahrtausend“ und 2013 und 14 Rollen in zwei No-Budget Filmen von Brandl-Pictures, waren seither meine Highlights.
 
Deshalb habe ich mich inzwischen fast ausschließlich aufs Schreiben und Fotografieren (manchmal auch noch Modeln) konzentriert. Zuerst habe ich erotische Kurzgeschichten und Gedichte auf erozuna.de veröffentlicht. Inzwischen habe ich vier Romane und einen Sammelband mit meinen Kurzgeschichten herausgebracht. So unterschiedlich die Geschichten darin auch sind; sie haben alle die Erotik als eines der Hauptthemen gemeinsam.
 
Als Fotograf benutze ich zwar einen Künstlernamen, aber unter diesem habe ich u.a. auch die Coverfotos für all meine Romane und Kurzgeschichten, die sowohl als Printausgaben, als auch als E-Books auf amazon erhältlich sind, erstellt. Für die Cover von „Die CF… Was für ’ne Party?“ und „Der Bulle“ war ich dabei nicht nur hinter, sondern auch vor der Kamera.
 



Außerdem habe ich auch den Akt - Bildband „Back to Stoneage“ über blurb herausgebracht.
 



Und für 2014 und 2015 gibt es auch einige Kalender von mir.
 



Die Erotik spielt für mich seit vielen Jahren eine große Rolle in der Kunst; sei es als Autor, als Fotograf oder als Model. Aber auch wenn ich mit dem, was ich mache, gerne provoziere, habe ich sehr hohe ästhetische Ansprüche an die Darstellung und Beschreibung der Erotik. Reine Pornografie empfinde ich als absolut unerotisch; pornografische Motive an sich aber nicht. Es ist eben immer alles eine Frage des „Wie“.
 



Es gibt einige Geschichten, an denen ich bereits schreibe (nicht nur erotische) und viele, die bisher nur als Ideen in meinem Kopf existieren. Und es gäbe auch noch so viele Bilder, die ich gerne machen würde. Nur ist es gar nicht so leicht, die Models dafür zu finden und sonstige Voraussetzungen zu schaffen, wenn man nur sehr beschränkte finanzielle Mittel zur Verfügung hat.
 
Gerne würde ich auch wieder vor die Kamera zurückkehren und meine Drehbücher verfilmen. Und solange ich meine ästhetischen Ansprüche noch soweit zurechtbiegen kann, würde ich gerne auch noch erotische Rollen spielen.
 
Wer weiß schon, was die Zukunft bringt und was das Leben noch für einen bereit hält?


Faszinierende Erotik-Art-Collage von Juri Lee (vor und hinter der Kamera im Einsatz):
Das 3. (untere) Foto zeigt auf erotisch-sinnliche Weise das Geheimnis der sexuellen Vereinigung im Augenblick des Eindringens, bzw. unmittelbar davor. Die männliche erektive Entschlossenheit und die weiblich ersehnte Bereitschaft im hereinfallenden Lichtstrahl zu kopulieren, stimulieren die Fantasie des Betrachters 
und entfesseln die Begierde der Fleischeslust.


DANKE, JÜRGEN, 
FÜR DEINE VORSTELLUNG
IN WORTEN UND BILDERN!
UND VIEL ERFOLG
FÜR DEIN KÜNSTERISCHES WIRKEN!
Imagination