Montag, 31. Oktober 2016

Halloween Nudes: Seductive Witch & Hard-On Rocker

Today is Halloween. A short look into some blogs show how creativ this day can be celebrated adequate by nude and sex enthusiasts. 
RSM präsentiert zu Halloween eine verführerische Hexe aus der Galerie von EINE (ZEIT)REISE / SCHMELZPUNKT.DE. Und einen Hard-Rocker, der heute nicht nur mit fetzigem Sound, sondern auch mit knüppelhartem Ständer das Publikum in Wallung bringt.


Seductive Witch

playing with her magic wand




Verführerische Hexe

und das Spiel mit ihrem Zauberstab

Das Blog Schmelzpunkt.de präsentiert passend zum 31. Oktober eine sinnlich, verführerische Hexe. Mit ihrem Zauberstab, aber auch mit ihrer Fingerfertigkeit, zieht sie die Betrachter in ihren Bann. Auf der ZEIT-REISE durch die SCHMELZPUNKT Galerie setzt sie alle körperlichen und sinnlichen Verführungskräfte ein. Dabei zeigt sie, dass auch Hexen ihren Körper lieben und sich gern dem DO IT YOURSELF hingeben. 

The German blog "Eine (Zeit)Reise/schmelzpunkt.de" (Time travel / melting Point) presents a sensual, seductive witch. Using her magic wand as well as her fingers she pulls the viewer in her spell. With seductive power she also reveals, that witches love their naked bodies and rejoice the stimulating game of DO IT YOURSELF.


Galerie
Verführerische Hexe











C: Eine (Zeit)Reise / Schmelzpunkt.de:



Hard Rocker with Hard-On


Hard-Rocker mit knüppelhartem Ständer

Fetziger Hard-Rock, päsentiert mit einem massiven Ständer, bewirkt beim Publikum doppelte Stimulation. Durch die beeindruckende, physische Schwanz-Präsenz des Rockers, wird sein mitreißender Sound kraftvoll verstärkt. Ein geiles Erlebnis, sowohl zum Hören als auch zum Sehen.

Great Hard Rock with strong Hard-On is double stimulation for the audience. Through the Rocker's impressive, physical cock presence his infectious sound is reinforced powerful. A horny experience as well to hear as to see.

C: Provocative Wave For Men:

Sonntag, 30. Oktober 2016

PornFilmFestival 2016 - Im Fokus: Erika Lust und Michelle Flynn

Erika Lust gehört zum jährlichen PFF dazu. Auch wenn sie nicht persönlich anwesend ist, so ist sie doch in der Regel durch einen Filmbeitrag vertreten. In der Reihe ihrer XConfessions wird der 16-minütige Kurzfilm THE BITCHHIKER gezeigt. Im Anschluss folgt der Australische Film MOMENTUM, Vol 4. Er stammt von der alternativen Pornofilm Impressionistin Michelle Flynn. Die beiden Doppelpack-Filme kreisen um Fahrzeuge und leben von der Bewegung. Der erste ist eine heiße Motarradtour, der zweite ein Road-Movie.


THE BITCHHIKER (2016) - Olype de G. & Parker Marx starten eine heiße Motarradtour.
 

THE BITCHHIKER
Regie: Olympe de G.
In der Reihe XConfessions von Erika Lust.
Eine heiße Motorradtour. / A hot bikeride.
Vorfilm mit / Suporting film with MOMENTUM, Vol 4.
THE BITCHHIKER is the 5th guest directed short film 
in Erika Lust's erotic project XConfessions. 
Starring: Olympe de G. and Parker Marx

THE BITCHHIKER - Trailer auf Vimeo

Kurzfilm 2016, 16 Min., engl. OV
MerkmaleH (Hetero) / X (Explizite Sexszenen) /    
F (Filme von Frauen)
Vorstellungen:  27.10.2016 15:15  /  
28.10.2016 11:00  /  (Spektrum)
The Bitchhiker   
http://pornfilmfestivalberlin.de/film/the-bitchhiker/

"I always wanted a man willing to go up behind me, 
he is enough of a man to accept to be taken to let go."




Der Fetisch Auto ist gut zum Fahren und ebenso zum Wichsen.


MOMENTUM, Vol 4
Von: Michelle Flynn

Die Australierin Michelle Flynn ist die derzeit vielleicht bedeutendste Impressionistin des alternativen Pornofilms. Ihre Filme erkennt man auf den ersten Blick, denn niemand erzählt derart exzessiv über Landschaften – die schier endlose Weite Australiens ebenso wie ein Diner oder, ganz schlicht, die Rückbank eines Oldtimers – und Lichtstimmungen. Die gleißende Sonne des Outbacks brennt sich auch in die immer ein wenig überbelichtet anmutenden Bilder von MOMENTUM, VOL. 4 ein, und ihre Wärme und ihr Licht sind die eigentlich bestimmenden Faktoren für den sommerlichen, stets etwas hitzeträgen Rhythmus der Erzählung. Im Grunde ist MOMENTUM, VOL. 4 ein Road Movie, ein Film der Bewegung und des Fahrens – ein leichter Autofetisch ist nicht ganz von der Hand zu weisen –, der hier und da einmal Rast macht für ein kleines, erotisches Abenteuer. Und dann weiterfährt. Immer weiter.



Australian film-maker Michelle Flynn has the most distinctive style when it comes to feature landscapes – may that be seemingly endless plains or simply the back-seat of an antique car. MOMENTUM, VOL. 4 is a road movie and at the same time an empathic, summery film – sometimes sluggish due to the heat. Enjoy the pleasure of a slight car fetish and many erotic adventures before the antique car drives off again. And again.


 Trailer auf Vimeo

Film:  AU 2016, 60 Min., engl. OV
MerkmaleH  (Hetero)  /  X  (Explizite Sexszenen)  /  F (Filme von Frauen)
Vorstellungen:  27.10.2016 15:15  /  28.10.2016 11:00   (Spektrum)
MOMENTUM, Vol 4  http://pornfilmfestivalberlin.de/film/momentum-vol-4/




Samstag, 29. Oktober 2016

The Next Big Hype: Can Virtual Reality Save the Porn Industry?

Beim Sex spielt die Fantasie schon immer eine große Rolle. Das Kopfkino generiert als erstes virtuelle Sexualität. Moderne Technik unterstützt das fantastische Element beim explizit erlebten Mind-Fuck. Wie verehält und entwickelt sich Pornografie in der virtuellen Realität? Der Pornograph Falk Lux zeigt auf dem PFF die Möglichkeiten auf, die durch die Virtual-Reality Brillen sichtbar werden.


Virtual-Reality-Brillen versetzen den Betrachter in neue Porno-Erlebniswelten.


The Next Big Hype:

Can Virtual Reality Save the Porn Industry?


PFF 2016 - Ein Vortrag in English mit anschließender Diskussion:

Kann die virtuelle Realität die Porno-Industrie retten?

Nachdem 3D-Technologie es nicht geschafft hat, sich in unseren Wohnzimmern zu etablieren, scheint Virtual Reality das nächste große Ding in der Unterhaltung zu sein – zumindest ist es das, was uns die Industrie momentan erzählt. Niedrige Preise für VR-Headset, die für beides nutzbar sind, Spiele und das Betrachten von Filmen, könnten in der Tat den Weg ebnen für eine Entwicklung, die Enthusiasten eine visuelle Revolution nennen.

Eine wachsende Zahl von Filmemacher*innen springt auf den VR-Zug auf, entsprechende Websites schießen wie Pilze aus dem Boden. Dennoch muss sich die ultimative, einnehmende Erfahrung erst noch im Schlafzimmer von Otto Normalverbraucher*in ausbreiten. Das Pornfilmfestival Berlin hat drei VR-Filmemacher*innen eingeladen, um einen Blick auf den aktuellen Stand der VR-Pornographie heute zu werfen.

Das Podium, das moderert wird vom in Berlin ansässigen Pornographen Falk Lux, konzentriert sich auf die Unterschiede zwischen der Erzählung einer Geschichte in 2D und VR und analysiert die Anforderungen für das Erschaffen eines perfekten, einnehmenden VR-Porno. Auch die aufregende Versprechung „Teil der Geschehens“ zu sein – regelmäßig angepriesen von der Sexindustrie an ihre Kunden – wird auf den Prüfstand gestellt.

Nach der Diskussion hat das Publikum die Möglichkeit, Fragen an die Podiumsteilnehmer zu stellen und die Porno-Clips am VR-Stand auszuprobieren.

Quelle
http://pornfilmfestivalberlin.de/film/the-next-big-hype-can-virtual-reality-save-the-porn-industry/


In Gaspar Noé's LOVE a cumshot out from Karl Glusman's cock virtually spread over
the audience. Is this a new quality of "real porn" experience, by using 3D glasses?

Can Virtual Reality Save the Porn Industry?

After 3D technology failed to establish itself in our living rooms, Virtual Reality seems to be the next big thing in entertainment – at least this is what the industry currently is telling us. Lower prices for VR headsets which can be used for both, gaming and watching movies, might indeed pave the way for a development which enthusiasts call a visual revolution.

A growing number of filmmakers is jumping on the VR bandwagon, respective websites are shooting up like mushrooms. However, the ultimate immersive experience still needs to spread out to John Doe’s bedroom. Pornfilmfestival Berlin invited three VR filmmakers to take a look on the status of Virtual Reality porn today.

The panel which is moderated by Berlin based pornographer Falk Lux will focus on differences between 2D and VR storytelling and analyse the requirements needed for creation of perfect immersive VR porn. Also the thrilling promise to be  “part of the action” – frequently given by the sex industry to their consumers – will be put on the test bench.

After the discussion the audience will have a chance to shoot questions at the panelists and to check out porn clips at our VR counter.

Mit:

Termin:  30.10.2016 15:00 (Spektrum)

Source
http://pornfilmfestivalberlin.de/en/film/the-next-big-hype-can-virtual-reality-save-the-porn-industry/ 


Nathan Duval (CHRONIQUES SEXUELLES) in a classical position of stimulated wanking.
What's virtual? What's real? What happens in the mind? Which connections exist
between the porn movie, the masturbator, his body, his feelings, his soul?

PornFilmFestival 2016 - Im Fokus: Jan Soldat

Aus den mehr als 100 vielschichtien Pornoproduktionen des Berliner Festival greift RSM einige heraus und stellt sie in den Fokus. Ein Dauerteilnehmer seit vielen Jahren ist Jan Soldat. Auch in diesem Jahr ist er wieder mit einem Kurzfilm vertreten: COMING OF AGE. Dieser wird als Vorfilm zusammen mit einer Ponyplay-Doku gezeigt. RSM gibt einen kurzen Überblick über die Kurzfilme des kreativen Filmemachers. 

Jan Soldats explizite Sex-Kurzfilme


REIN / RAUS (2010) ist Jan Soldats erster Kurzfilm mit expliziten Sex-Szenen.

Jan Soldat
2008 hat Jan Soldat ein Studium an der Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF (ehemals Hochschule für Film und Fernsehen „Konrad Wolf“ Potsdam-Babelsberg) begonnen. Dort entstand mit REIN/RAUS (2010) ein erster Film, der Sex explizit zeigt und an einer undefinierbaren Schnittstelle von Fiktion und Dokumentation verhandelt. 

REIN / RAUS (2010)
Eckhard Heck schreibt in Hard Sensations:
rein/raus ist, neben Interim, mein Lieblingsfilm von Jan Soldat. In den 1:06 min. (inklusive Vor- und Abspann), die der Film gerade mal lang ist, bringt er unromatisch und unmissverständlich auf den Punkt, was der Titel verspricht. Ich mag alles an dem Film. Die abrupten Schnitte, die Bildauschnitte, das Timing. Zudem ist mechanisch vollzogener Hetero-Sex für mich leichter zu ertragen, als die ein oder andere weitere sexuelle Spielart, die Soldat in seinen Filmen seziert. Ich würde sagen, das hat sogar etwas Beruhigendes, weshalb ich mir den Film auch immer mal wieder gerne ansehe. Als Pausensnack.
Längen hat der Film schwerlich. Umso vortrefflicher, dass nach dem hektischen Gevögel vom Anfang für etwa die hälfte der Laufzeit kontemplative Ruhe eintritt, nach getaner Arbeit, sozusagen. Ich mag die beiden Laiendarsteller, die im Film zu sehen sind, und die (als kleines Dankeschön für ihre Zeigfreudigkeit) ihren Swingerclub im Abspann promoten dürfen. Wie gesagt. Ich mag alles an dem Film. 


PFF 2016 zeigt von Jan Soldat:
Coming of Age (2016)

Auf dem diesjährigen PFF wird Jan Soldats COMING OF AGE als Vorfilm zur Ponyplay-Doku ÊTRE CHEVAL gezeigt. 
Im Kurzfilm COMING OF AGE pflegen zwei ältere Herren ihrer Neigung nach und machen aus der Not eine Tugend. Gewickelt und gepudert sitzt der eine im Laufgitter und der andere auf der Couch. Es läuft ein Schwulenporno, während die Geschichte ihrer sexuellen Emanzipation erzählt wird.

In COMING OF AGE two men express their love between diapers and handcuffs.

COMING OF AGE (2016)
Von: Jan Soldat

Der geplante Vater-Sohn-Nachmittag verwandelt sich in ein Gespräch über männliche Rollenbilder – bis die Rollen schließlich wieder klar verteilt sind.

The planned daddy-son-afternoon turns into a conversation about male role models – until the roles are fixed again.

Kurzfilm: DE 2016, 14 Min., dt. OV + engl. UT
MerkmaleS  (Schwul) / FT  (Fetisch) / X  (Explizite Sexszenen) /  (Dokumentarfilm)
Vorstellung:  29.10.2016 19:00
Coming of Age
http://pornfilmfestivalberlin.de/film/coming-of-age/

ÊTRE CHEVAL
Film: FR 2015, 63 Min., fr. OV + engl. UT
Von: Jérôme Clément-Wilz
Filme über die Leidenschaft für „Pony Play“, das sexuelle Rollenspiel als Pferd, haben schon des Öfteren Einzug ins Programm des Pornfilmfestival Berlin gefunden. Doch selten wurde so ehrlich, direkt und poetisch die Auseinandersetzung eines „Pferdes“ mit seiner Rolle und seinen Wünschen in so wunderschöne Bilder umgesetzt wie in ÊTRE CHEVAL. Karen ist ein 50-jähriger französischer Transvestit, der in die USA zu einem echten Cowboy mit Hang zum Fetisch reist, um sich dort als Pferd ausbilden zu lassen. Der Film begleitet Cowboy und Pferd bei ihren Trainingssessions und bei den Reflexionen dazwischen, immer einfühlsam, immer authentisch und faszinierend respektvoll.

Film: FR 2015, 63 Min., fr. OV + engl. UT
Merkmale:
T  (Transgender)  /  FT  (Fetisch)  /  NX  (Keine expliziten Sexsz.)  /  D  (Dokumentarfilm)
Vorstellung:  29.10.2016 19:00
Être Cheval


Zurück zu den Kurzfilmen von Jan Soldat, die mit dem Thema sexuelle Praktiken spielen. Die Auflistung erfolgt in chronologischer Reihenfolge. 


GELIEBT (2010) portraitiert Jens und Pascal, die gemeinsam mit ihren 
zwei Hunden leben und mit diesen eine tiefe, auch körperliche, Beziehung pflegen.

Geliebt (2010)
Marco Siedelmann schreibt in Hard Sensations:
Der Vergleich zu Ulrich Seidls schmerzhafter Quasidokumentation Tierische Liebe drängt sich geradezu auf – nicht nur weil im deutschsprachigen Raum nur wenig weitere Filme zum Thema Zoophilie existieren. Geliebt mag weniger unerbittlich sein und seinen Figuren gegenüber – hier sind es zwei zoophile Männer aus Berlin – offener eingestellt, mehr an konkreter Fragestellung interessiert als an alptraumhaften Tableaus, an denen es allerdings auch nicht gänzlich mangelt. Insgesamt zwar herkömmlicher und weniger originär als die anderen Kurzfilme von Jan Soldat, zeigt der fünfzehnminütige Film seinen Regisseur jedoch auch als unerschrockenen, ehrlich am Menschen und nicht am Urteil interessierten Dokumentaristen. Geliebt blickt tief in die kaputte Seelenwelt der beiden Hundeliebhaber, die von ihrer Beziehungsunfähigkeit aber ebenso offen erzählen wie vom Wunschdenken, die sexuelle Beziehung zum eigenen Hund könne eine funktionelle Beziehung ersetzen, weil Sprache „überschätzt“ wird und die Menschen sich ohnehin nicht viel relevantes zu erzählen hätten. Ein traurig stimmender Film, der sicher noch besser geworden wäre, wenn Jan Soldat (wie ursprünglich beabsichtigt) schonungsloser vorgegangen wäre und im entscheidenden Moment nicht abgeblendet hätte. Aber das ist viel verlangt. 


ENDLICH URLAUB (2010) zeigt den Körper als eigene Realität im intimen Umgang
mit sich selbst. Beim PFF 2010 Auszeichnung mit dem Hauptpreis als bester Kurzfilm.


Endlich Urlaub (2010)
Marco Siedelmann schreibt in Hard Sensations:
Auch Endlich Urlaub, der 2010 auf dem Berliner Pornfilmfestival den Preis für den besten Kurzfilm erhielt, spielt in einem fies grauen Deutschland. Grau wie Taubenscheiße, wir sehen es noch vor der Titeleinblendung in Form einer beliebigen Bushaltestelle vom Balkon herab. Der Titel ist natürlich purer Sarkasmus. Drinnen verbringt ein Mann allein seine Zeit, masturbiert, bepinkelt sich selbst in seiner kotzgrünen Badewanne, befriedigt sich mit seinem Dildo. Jan Soldat hält sich auch hier raus, inszeniert antipsychologisch, benötigt kein gesprochenes Wort. Nur das inbrünstige, tiefe Stöhnen des namenlosen Protagonisten begleitet uns durch den dreiminütigen Film, bis in den Abspann hinein. Auffällig der völlige Verzicht auf externe Stimulation, etwa durch Pornovideos, Bildmaterial oder eben das Internet. Dem jungen Regisseur gelingt eine beachtlich geschlossene Einsamkeitsstudie im Kurzformat und gleichzeitig ein wichtiger Einschnitt in jene ungeheuer physische und doch meist keimfrei sexlose Ästhetik, die man gemeinhin mit der Berliner Schule assoziiert. Der Mann – wir erfahren im Grunde gar nichts und doch alles notwendige über ihn – blickt zum Schluss, auf dem Dildo sitzend, aus dem Fenster. Doch wohin soll es ihn schon ziehen?
Quelle  http://hardsensations.com/2011/10/kurzfilme-von-jan-soldat/


Relaxen, Schwanzspiele, Wichsen in ENDLICH URLAUB (2010).

Charakter-Darstelllung ausschließlich über Sexualität
Sex ist für Jan Soldat ein wichtiger Ausdruck zwischenmenschlicher Beziehung. Mit dem Thema hat er keine Berührungsängste, auch nicht beim Filmen expliziter Details. Er sieht im Sex ein geeignetes Mittel für sich selbst und für seine Filmfiguren, ihre Persönlichkeit darzustellen und ihren Charakter auszudrücken. Masturbation - das Thema von ENDLICH URLAUB - ist für ihn kein Tabu, sondern gehört ganz natürlich zum Menschsein. Erfrischend direkt sind die Antworten des Regie-Studenten, der gerade ins Hauptstudium gekommen ist. Seine filmische Erzählweise ist dokumentarisch, humorvoll, ironisch oder auch satirisch. Aber immer ist es ihm dabei wichtig, ganz einfach ehrlich zu sein, auch wenn es unangenehm nahe geht.


Jan Soldat hat keine Berührungsängste mit Sex und expliziten Darstellungen.
Für ihn ist es eine Herausforderung, Sex als Körpersprache im Film einzusetzen.

Jan Soldat über ENDLICH URLAUB
"Mein Anliegen war es innerhalb der drei Teile „wichsen-anpissen-dildo“ einen Charakter zu erzählen. Allein über Sexualität eine Persönlichkeit und deren Beziehung zu seinem Körper darzustellen."

Jan Soldat über Sex
"Mit dem Thema Sex habe ich keine Berührungsängste. Bei meinen Kurzfilmen habe ich es oft falsch empfunden Sex als etwas Schönes zu zeigen. Sex sollte immer entromantisiert werden. Eine kühle Draufsicht. Dem hinzu immer ein Ausdruck für eine zwischenmenschliche Beziehung. Ein Mittel, filmisch für mich, und für die Figur im Film sich auszudrücken. Was nicht heißt, dass sich in dieser Draufsicht nichts Warmes oder Schönes befinden kann."

Jan Soldat über Masturbation
"Wichsen ist für mich kein Tabu. Das gehört zum Mesch-Sein dazu. Egal ob ich gestern Sex mit Frau oder Mann hatte oder gerade Single oder in einer Beziehung bin. Wenn ich Bock habe mache ich es mir und hole mir einen runter. Und filmisch betrachtet sehe ich, dass es als Tabu behandelt wird. Lasse mich davon aber nicht beeinflussen."


 
Das Schluss-Bild in ENDLICH URLAUB ist Jan Soldats Lieblingsszene.
Dieters Blick aus dem Fenster, während er sanft auf einem Dildo reitet.

RSM Vorstellung ENDLICH URLAUB
http://real-sex-mainstream.blogspot.de/2011/01/masturbation-im-film-3-endlich-urlaub.html

RSM Interview mit Jan Soldat zu ENDLICH URLAUB
http://real-sex-mainstream.blogspot.de/2011/01/masturbation-im-film-4-interview-mit.html


 INTERIM (2011): Isolation, Voyeurismus, Tristesse und Obsession einer Nymphomanin.

INTERIM (2011) verdichtet Motive früherer Kurzspielfilme zum klaustrophobischen Portrait einer jungen Frau, die vielleicht eine Nymphomanin ist. Hier dominieren strenge, psychologisch aufgeladene Bildkompositionen, Eindrücke von Isolation und Voyeurismus, Tristesse und Obsession. Der Körper und dessen Geschlecht werden zum Fixpunkt des Blicks und in Großaufnahmen zu Landschaft einer analytischen Verhandlung. In der inszenierten Nüchternheit und klaren Rahmung vermittelt sich kein distanziertes Betrachten, sondern eine entlarvende Schärfe, Aufrichtigkeit und Angstfreiheit des Sehens.

Silvia Szymanski schreibt in Hard Sensations:
Ein kühl graues, aktuelles Deutschland, bei dem einem das Herz stehen bleibt. Eine triste, städtische Mietshauswohnung darin ist der emotional sterile Lebensraum der jungen, weiblichen Hauptfigur. Mit tonloser, fast schon toter Sehnsucht betrachtet sie die Beziehung ihrer Mitbewohnerin. Die hat an ihrem Freund wenigstens jemanden, der ihr am Tisch schräge, belanglose Alltagsanekdoten erzählt und mit dem sie schlafen kann. Unsere Hauptfigur aber ist allein. Sie wichst, trinkt Leitungswasser, wäscht sich die Hände, dann bringt sie den Müll runter, fährt im Bus durch die üblichen Straßen mit den üblichen Läden. Die Jungs in der S-Bahn reden über die Vor- und Nachteile von Handys oder Festnetzanschlüssen; mehr hat hier kommunikativ keiner zu bieten in diesem funktionalen, bis unters Minimum reduzierten Leben. Dann kommt ihr Mitbewohner heimlich auch zu ihr. Er macht es sich selber, hinter ihrem Rücken, halb an sie geschmiegt, wenn sie scheinbar schläft. Später schläft sie dann mit einem nicht näher gezeichneten Fremden richtig. Der Regisseur sagt gleichsam nichts dazu; seine Art, zu filmen, hält sich scheinbar raus. Mein Lieblingsbild: wie sie reglos da liegt und sein Sperma aus ihr heraus rinnt. Es bleibt offen, ob das zufrieden aussieht. Oder ob da jemand nicht merkt, dass er weint. 
Quelle  http://hardsensations.com/2011/10/kurzfilme-von-jan-soldat/
 

ZUCHT UND ORDNUNG zeigt Manfred und Jürgen bei BDSM-Spielen in ihrer Wohnung.

ZUCHT UND ORDNUNG (2012) 
Da sitzen sie, Manfred und Jürgen, wie Waldorf und Statler in ihrer spartanisch aber nicht nüchtern eingerichteten Berliner Dachgeschosswohnung, die aus einer Zeit vor dem großen Konsumrausch zu stammen scheint. Einer Zeit, in der die Dinge noch einen Wert hatten und ein Leben lang hielten, einer Zeit mit Schrankpapier und gekämmten Teppichfransen. Manfred und Jürgen, beide deutlich im letzten Lebensdrittel, sind ein Paar, und das offenbar schon recht lange. Man hat den Eindruck, die beiden seien in dieser zu Unrecht nicht berüchtigten Beziehungsphase, in der man nicht mehr unterscheiden kann, ob man sich selbst anfasst oder ob der andere es tut. Und so spielen die beiden ihr Beziehungspiel, für den Jan, damit der was zu gucken hat, und für uns. Mit Gewissenhaftigkeit und Routine exerzieren Manfred und Jürgen ihr SM-Programm durch, das so wenig mit Ekstase und Kontrollverlust zu tun hat, wie die meisten anderen Alltagsverrichtungen in einer Dauerbeziehung. Züchtig und ordentlich eben.

 
DER UNFERTIGE (2013) ist ein schwuler Sklave mit sadomasochistischen Vorlieben.

DER UNFERTIGE (2013) beginnt nur mit Blicken. Während er in Sklavenmontur auf seinem Bett sitzt, stellt sich der Protagonist des Films vor, als „Odenwald-Gay… oder Gollum… oder Klaus! 60 Jahre alt… schwul… Sklave!“ Es folgt Jan Soldats bis dahin längster Film, der sich Zeit nimmt, hinter diese Kategorien zu blicken, hinter ein Körperbild, hinter ein Selbstbild und seine Inszenierungsweisen. Schon der erste stille Moment des Films erinnert an eine Pause zwischen zwei Sätzen. Diese Struktur durchdringt bereits einige von Soldats vorherigen Dokumentarfilmen: wartend, überlegt, sich orientierend, unvollendet. Stets scheinen in seinen Realitätsausschnitten Potenziale zu liegen für erst noch aufkeimende Gesten, Empfindungen und Gedanken. Welche Position das Gesagte in einem Ganzen besitzt und was ein Ganzes sein könnte, das bleibt trotz geschlossener Bildkadrierungen offen, eben „unfertig“.


Alternatvie zum Wellnessurlaub: BDSM für freiwillig einquartierte männliche Kunden. Im selbst inszenierten Gefängnis der HAFTANLAGE 4614 wird geknebelt, gepeitscht und gequält.

Haftanlage 4614 (2015)
Jan Soldat zeigt in dem Film ein selbstgebautes Gefängnis, in dem Männer auf freiwilliger Basis inhaftiert und gefoltert werden können. Die Folterung ist hier eine Dienstleistung, - die inhaftierten Männer sind keine Opfer, sondern zahlende Kunden. 

„Die Bewohner der Haftanlage sind Akteure in einem Spiel, das die Logik von Macht, Beherrschung und Unterdrückung nicht nur reproduziert, sondern sich zu eigen macht. Der Albtraum der Haft wird auf diese Weise als Parodie und Lustprinzip neu entworfen. Der dokumentarisch beobachtende Ansatz, der ironischerweise dem Machtspiel seine Glaubwürdigkeit verleiht, nimmt komplizenhaft Teil an der Fiktion des Raumes. Der Blick wird so zu einem Blick, der vom Rand ausgeht; ein Rand, der zugleich die Grenze und Begrenzung darstellt, die derjenige der filmt, nicht überschreiten kann. Der Raum wird somit auch für den Filmenden und für die Ethik des Betrachtens an sich in Frage gestellt. Es ist allein der fiktionale Raum des Gefängnisses, der letztlich die Bühne einer möglichen Freiheit evozieren kann.” Giona A. Nazzaro
 
Mit „Haftanlage 4614“ hat sich Jan Soldat in seinem ihm eigenen Stil, der sich durch strenge Kadrierung, rohe Kargheit und lakonisch-zärtliche Bilder auszeichnet, wieder mit Varianten des sexuellen Begehrens jenseits dessen, was der heteronormative Konsens als "normal" erachtet, auseinandergesetzt.   


Der kreative Filmemacher Jan Soldat liefert regelmäßig Sex-&-Porn-Kurzfilme beim PFF ab.

                                                        Filmographie (Auswahl):
                                                        2016    HAPPY HAPPY BABY 
                                                        2016    COMING OF AGE
                                                        2015    DIE SECHSTE JAHRESZEIT
                                                        2015    DER BESUCH
                                                        2015    HAFTANLAGE 4614
                                                        2014    HOTEL STRAUSSBERG
                                                        2013    DER UNFERTIGE
                                                        2013    BEZIEHUNGSWEISE
                                                        2013    EIN WOCHENENDE IN DEUTSCHLAND
                                                        2013    DANN IST ES HALT SO
                                                        2012    WIELANDSTRASSE 20, 3. OG LINKS
                                                        2012    ZUCHT UND ORDNUNG
                                                        2012    CRAZY DENNIS TIGER
                                                        2011    INTERIM
                                                        2010    ENDLICH URLAUB
                                                        2010    GELIEBT
                                                        2010    REIN/RAUS


Jan Soldat - Wikipedia 
https://de.wikipedia.org/wiki/Jan_Soldat

Jan Soldat - Vimeo Trailer 
https://vimeo.com/user8241600

Jan Soldat - Shortfilm.de 

ZUCHT UND ORDNUNG  (2012)